Freiburger Innovationspreis 2025

Fünf Unternehmen für zukunftsweisende Ideen ausgezeichnet

[FREIBURG]

Die Stiftung Innovationsallianz Freiburg hat am Abend des 14. Juli 2025 im S-FinanzZentrum der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau den Freiburger Innovationspreis verliehen. Bereits zum achten Mal wurden dabei fünf Unternehmen aus der Region für ihre herausragenden Leistungen in den Bereichen Technologie, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Handwerk gewürdigt. Der Hauptpreis ist mit insgesamt 11.000 Euro dotiert und wurde gemeinsam mit dem Medizintechnikunternehmen Stryker Leibinger GmbH & Co. KG gestiftet. Zwei Sonderpreise je 3.000 Euro stifteten die Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein sowie die Handwerkskammer Freiburg.

Die Veranstaltung eröffnete Oberbürgermeister Martin Horn. Es erfolgte ein Vortrag von Matthias Schüle, geschäftsführender Gesellschafter der Black Forest Medical Group. Anschließend fand die feierliche Preisübergabe durch Hanna Böhme, Vorsitzende der Stiftung Innovationsallianz Freiburg, Tobias Adomeit, Freiburger Werksleiter Stryker Leibinger GmbH & Co. KG, Alwin Wagner, Stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein sowie Daniel Ganser, Leiter Unternehmensservice der Handwerkskammer Freiburg, statt. Die Schlussworte sprach Daniel Zeiler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. 

Preisträger des Innovationspreises 2025 sind die Freiburger Unternehmen Alithea Biotechnology GmbH (5.000 Euro) für „HLA-Compass“, eine B2B-Plattform mit HLA-Peptiden für Biopharma, gemeinschaftlich Machn (Grünhof 3000 GmbH) & Brauerei Ganter GmbH & Co. KG (3.000 Euro) für das „Freiburger Bierle“, ein innovatives Transformationsprojekt einschließlich der Etablierung eines Bio-Bieres, sowie die re- lounge GmbH (3.000 Euro) für „Purement“, ein innovatives CO2-Analytics Tool für Websites, E-Shops und Apps. 

Den Sonderpreis der Handwerkskammer Freiburg erhielt die Möbelschreinerei Johannes Wittich aus Freiburg für die „Freiburger Bächlebrücke“, ein innovatives Spielzeug mit Freiburg-Bezug. Preisträger des Sonderpreises der IHK Südlicher Oberrhein ist die Koch Freiburg GmbH für „KochGPT“, ein digitaler, KI-gestützter 360° – Assistent für Produktsuche, Beratung, Bestellstatus und Dokumentation. Beide Sonderpreise sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert. 

Mit einer Beteiligung von insgesamt 30 Bewerbungen belegt der Preis einmal mehr seine Bedeutung für innovative Unternehmern, Existenzgründer und Forscher der Region. Seit 1992 würdigt die Stiftung Innovationsallianz Freiburg mit dem Preis im zweijährigen Rhythmus die Innovationskraft und das wirtschaftliche Potenzial von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus der Wirtschaftsregion Freiburg, also aus dem Stadtkreis Freiburg und den beiden Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. 

Hanna Böhme, Vorsitzende der Stiftung Innovationsallianz Freiburg, über die Verleihung: „Die diesjährigen PreisträgerInnen zeigen eindrucksvoll, wie Innovationskraft in Freiburg nicht nur technologische Spitzenleistungen, sondern auch nachhaltige und gesellschaftlich relevante Lösungen hervorbringt. Ob digitale CO2-Analyse, biopharmazeutische Plattform oder kreative Handwerkskunst 

 Die Preisträger des Innovationspreises 2025 sind die Freiburger Unternehmen Alithea Biotechnology GmbH (5.000 Euro) für „HLA-Compass“, eine B2B-Plattform mit HLA-Peptiden für Biopharma, gemeinschaftlich Machn (Grünhof 3000 GmbH) & Brauerei Ganter GmbH & Co. KG (3.000 Euro) für das „Freiburger Bierle“, ein innovatives Transformationsprojekt einschließlich der Etablierung eines Bio-Bieres, sowie die re- lounge GmbH (3.000 Euro) für „Purement“, ein innovatives CO2-Analytics Tool für Websites, E-Shops und Apps. 

Den Sonderpreis der Handwerkskammer Freiburg erhielt die Möbelschreinerei Johannes Wittich aus Freiburg für die „Freiburger Bächlebrücke“, ein innovatives Spielzeug mit Freiburg-Bezug. Preisträger des Sonderpreises der IHK Südlicher Oberrhein ist die Koch Freiburg GmbH für „KochGPT“, ein digitaler, KI-gestützter 360° – Assistent für Produktsuche, Beratung, Bestellstatus und Dokumentation. Beide Sonderpreise sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert. 

Mit einer Beteiligung von insgesamt 30 Bewerbungen belegt der Preis einmal mehr seine Bedeutung für innovative Unternehmern, Existenzgründer und Forscher in der Region. Seit 1992 würdigt die Stiftung Innovationsallianz Freiburg mit dem Preis im zweijährigen Rhythmus die Innovationskraft und das wirtschaftliche Potenzial von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus der Wirtschaftsregion Freiburg, also aus dem Stadtkreis Freiburg und den beiden Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. 

Hanna Böhme, Vorsitzende der Stiftung Innovationsallianz Freiburg, über die Verleihung: „Die diesjährigen PreisträgerInnen zeigen eindrucksvoll, wie Innovationskraft in Freiburg nicht nur technologische Spitzenleistungen, sondern auch nachhaltige und gesellschaftlich relevante Lösungen hervorbringt. Ob digitale CO2-Analyse, biopharmazeutische Plattform oder kreative Handwerkskunst – diese Projekte stehen beispielhaft für den zukunftsorientierten Geist unserer Region. Der Freiburger Innovationspreis 2025 würdigt damit erneut eine bemerkenswerte Bandbreite an Ideen.“ 

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Daniel Zeiler ergänzt: „Die Fähigkeit mittelständischer Unternehmen in unserer Region, innovative Ideen umzusetzen, sind die Basis für wirtschaftlichen Erfolg und stabile Arbeitsplätze. Deshalb setzen wir uns dafür ein, innovative Firmen zu fördern und zu unterstützen, um den Standort Freiburg und die Region noch weiter zu stärken.“ 

„Die Innovationskraft der Region ist für uns essenziell. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit unserem Engagement dazu beitragen können, diese Innovationskraft weiter zu fördern“, erläutert Tobias Adomeit, der Freiburger Werksleiter der Stryker Leibinger GmbH & Co. KG, das sich der Aufgabe verschrieben hat, gemeinsam mit ihren Kunden die medizinische Versorgung zu verbessern. 

„Innovationen entstehen dort, wo unternehmerische Praxis auf Zukunftsfragen trifft – genau das sehen wir bei den diesjährigen Preisträgern. Sie zeigen, wie sich Wettbewerbsfähigkeit, Digitalisierung Fachkräftesicherung im regionalen Mittelstand mit konkreten Ideen und viel Gestaltungswillen verbinden lassen“, sagt Alwin Wagner, Stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein. 

Daniel Ganser, Leiter Unternehmensservice der Handwerkskammer Freiburg: „Innovation entsteht nicht nur in Laboren oder Hightech-Schmieden – sie beginnt oft mit einer kreativen Idee und dem Mut, Neues zu denken. Das Handwerk zeigt eindrucksvoll, wie Erfindergeist und gestalterische Kraft Lösungen schaffen, die berühren, begeistern und überraschen – mitten aus dem Alltag heraus und oft ganz nah an den Menschen.“ 

Die ausgezeichneten Innovationsprojekte: 

  • Alithea Biotechnology GmbH | Freiburg
  • Grünhof 3000 GmbH & Brauerei Ganter GmbH & Co. KG | Freiburg
  • re-lounge GmbH | Freiburg
  • KOCH Freiburg GmbH | Freiburg
  • Möbelschreinerei Wittich | Freiburg 

Alithea Biotechnology GmbH
HLA-Compass – B2B-Plattform mit HLA-Peptiden für Biopharma
Weltweit können immer mehr PatientInnen geheilt werden, weil dem Immunsystem beigebracht wird, die Krankheit zu erkennen und zu überwinden. Allerdings erhalten 80 Prozent der KrebspatientInnen aktuell nicht die für sie wirksamste Therapie. Der Grund: Die Zielstrukturen für Immunzellen – Peptide auf Krebszellen (sog. HLA-Peptide) – sind mit herkömmlichen Methoden nicht nachweisbar. Dadurch werden oft Immuntherapien verabreicht, ohne zu wissen, ob das Ziel des Wirkstoffs auf den Krebszellen überhaupt vorhanden ist. Die Alithea Biotechnology GmbH detektiert demgegenüber mit proprietärer Massenspektrometrie, KI und Big Data hochsensitiv relevante Peptide – sowohl auf Tumorzellen als auch in gesunden Geweben. Damit ermöglicht das 2023 gegründete Freiburger Start-up die Entwicklung sicherer, wirksamer und personalisierter Immuntherapien. Alithea hat mit dem „HLA- Compass“ die weltweit größte HLA-Peptidom-Datenbank mit lebensrettenden biologischen Daten über das Immunsystem entwickelt – als SaaS (Software-as-a-Service) B2B-Plattform mit Zielstrukturen – und kombiniert diese mit einer KI-gestützten Nebenwirkungs-Vorhersage, um Krebsimmuntherapien sicherer und effizienter zu machen. Die Lösung ermöglicht es Pharmaunternehmen, Diagnostikunternehmen und Forschungseinrichtungen, neue therapeutische Ansätze mit bisher unerreichter Präzision und Geschwindigkeit zu identifizieren und Nebenwirkungen frühzeitig zu minimieren. Damit wird die Entwicklung von personalisierten Krebstherapien revolutioniert und trägt dazu bei, sichere, wirksame und nachhaltige Immuntherapien schneller auf den Markt zu bringen. 

Grünhof 3000
GmbH & Co. KG
Freiburger Bierle – ein innovatives Transformationsprojekt einschließlich der Etablierung eines Bio-Bieres
Deutsche Brauereien kämpfen seit Jahrzenten mit der Herausforderung eines hoch kompetitiven Biermarktes. Da sind neue, unkonventionelle Ideen und nachhaltige, zukunftsfähige Geschäftsmodelle mehr denn je gefragt, um Marktanteile zu sichern und neue Käuferschichten zu erobern. Mit dem Start- up „Freiburger Bierle“ ist der bereits 1865 gegründeten Traditionsbrauerei Ganter GmbH & Co. KG gemeinsam mit Machn (Grünhof 3000 GmbH), der Agentur für Zukunftsangelegenheiten im Mittelstand, ein innovatives Transformationsprojekt zur Zukunftssicherung gelungen, das Tradition und Regionalität mit modernen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Kundenorientierung und Vertriebsstrukturen verbindet. Das mittlerweile erfolgreich etablierte Bio-Bier gibt es als Pils, Helles und Radler, mit und ohne Alkohol. Die sechs Sorten sind im regionalen Handel verfügbar – naturtrüb, lecker, mit Malz und Hopfen aus ökologischem Landbau. Dazu gehörte unternehmerischer Mut, Interesse für Neues und Zuversicht, mit jungen, kreativen Machern und Innovationsprofis einen unbekannten Weg zu gehen bzw. sich auf ein neues Geschäftsmodell im Sinne eines gemeinsamen Start-ups einzulassen. Das ist im Mittelstand keine Selbstverständlichkeit und darüber hinaus eine Erfolgsstory für die Initiative „Zukunft.Raum.Schwarzwald“, über die das Vorhaben angestoßen und gefördert wurde. 

re-lounge GmbH
Purement – ein innovatives CO2-Analytics Tool für Websites, E-Shops und Apps
„Purement“ ist ein innovatives Cloud-Software-Tool der 1999 gegründeten Freiburger Digitalagentur re-lounge GmbH, das darauf spezialisiert ist, den CO2-Fußabdruck von Websites, E- Shops und Apps zu analysieren und zu reduzieren. Es identifiziert und analysiert die tatsächlichen Kohlenstoffemissionen digitaler Angebote und richtet sich an Betreiber von Websites, E-Shops und Apps, die ihren ökologischen Fußabdruck im digitalen Raum verstehen und verbessern möchten. Dabei ist Purement selbst ein sehr kompaktes Tool, das selbst kaum Emissionen verbraucht und auf klimaneutralen Servern in Deutschland gehostet wird. Andere auf dem Markt befindliche Tools, die den CO2- Fußabdruck von digitalen Produkten analysieren, treffen Annahmen für den CO2-Verbrauch auf Basis des durchschnittlichen Traffics auf der Seite. Purement dagegen misst im Gegenzug die genauen Daten. Mit dem Tool aus Freiburg kann jedes Unternehmen die Ergebnisse eigenständig analysieren und den CO2-Verbrauch der Website verringern. Zusätzlich werden durch Purement sehr valide Daten für die CO2-Berichterstattung geliefert, da nur die tatsächlich angefallenen CO2-Emissionen gemessen werden und Daten z.B. aus dem Cache unberücksichtigt bleiben und indem nicht auf Hochrechnungen und Durchschnittswerte zurückgegriffen wird. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal. 

KOCH Freiburg GmbH
KochGPT – KI-gestützte 360°-Assistenz für den Fachhandel
Seit über 60 Jahren ist die KOCH Freiburg GmbH Fachgroßhändler, Projektberater und Dienstleister für das Handwerk, die Industrie sowie öffentliche Institutionen am Markt tätig. Seit 2014 wird das 1963 in Freiburg als Beschläge Koch gegründete Familienunternehmen in dritter Generation geführt. Mit dem klaren Ziel, den Fachkräftemangel durch KI- gestützte Kundenberatung zu kompensieren sowie schnellere und präzisere Antworten auf technische Anfragen zu geben, hat das Unternehmen mit „KochGPT“ einen KI-gestützten Assistenten entwickelt, der Kunden, Interessenten und Mitarbeitende in Echtzeit bei der Produktsuche, Beratung, Bestellstatus und Dokumentation unterstützt. Dieses Tool wurde 2024 als Beta-Version in das B2B-Portal von KOCH Freiburg integriert und Anfang 2025 produktiv ausgerollt. Die KI verbessert Prozesse in Beratung, Produktsuche und Support und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Der Reifegrad ist hoch: KochGPT ist stabil, zuverlässig und wird bereits von vielen Kunden aktiv genutzt. Auch die Marktdurchdringung wächst stetig, da der Assistent die Nutzererfahrung im eCommerce erheblich verbessert. Ein echtes Erfolgsmodell. 

Möbelschreinerei Wittich
Freiburger Bächlebrücke – ein innovatives Spielzeug mit Freiburg-Bezug
Innovative Produkte entstehen auch in Handwerkstätten wie der von Schreinermeister Johannes Wittich, der seit 1998 in Freiburg in seiner eigenen Schreinerei auf Kundenwunsch individuelle Möbelstücke entwirft, plant und baut: Angetrieben von der Idee, die Freiburger Innenstadt als Erlebnis- und Experimentierraum aufzuwerten – und inspiriert von den Freiburger Bächle. Diese sind ein Wahrzeichen der Stadt. Seit dem Mittelalter urkundlich belegt wirken sie wie ein Magnet auf Hände und Füße – von Groß und Klein – und laden seit jeher ein zum Plantschen und Spielen. Für die einen sind sie Austragungsort des Bächleboot-Rennens, für die anderen Schauplatz blutiger Kriminalromane und heimtückische Falle für Singles. Das von Johannes Wittich kreierte und zum Patent  angemeldete Spielzeug „Bächle-Brücke“ besteht aus unterschiedlich breiten Keilklötzen, die auf eine Schnur aufgezogen sind. Fast 30 verschiedene Bächlebreiten von 30 bis 60 cm können damit überspannt werden. Es werden so viele Klötze in einem Bogen ausgelegt, wie ungefähr nötig sind, und der Bogen einfach zwischen die beiden Ufer geklemmt – fertig. Die farbigen Flächen nach oben. Die restlichen Klötze liegen an den Schnurenden daneben und gehen nicht verloren. Ist die Brücke zu lang, kann man sie einfach kürzen und umgekehrt. Ein Spielzeug mit Freiburg- Bezug und Symbolkraft. 

Über die Stiftung Innovationsallianz Freiburg 

Die Stiftung Innovationsallianz Freiburg (bis 2024: Technologiestiftung BioMed Freiburg) fördert und unterstützt GründerInnen und junge Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Gesundheit & Life Science (Biotechnologie, Pharmazie, Medizintechnik), Nachhaltigkeit & Resilienz sowie Digitalisierung, KI & Robotik. Zur Förderung von Innovationen steht seit 1998 der BioTechPark Freiburg in der Engesser Straße zur Verfügung, der in den Jahren 2001, 2016 und 2019 bedarfsorientiert erweitert wurde. An der Stiftung Innovationsallianz Freiburg sind neben der Stadt Freiburg die Universität Freiburg, das Universitätsklinikum Freiburg, die Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e. V. (WVIB), die Handwerkskammer Freiburg, die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, die Volksbank Freiburg sowie die Badenova beteiligt. 

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