Klimaschutz trifft Gesundheit: Freiburger Ringvorlesung zu „Planetary Health“ startet am 20. Oktober
Die Folgen der Klimakrise stellen nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wachsende gesundheitliche Herausforderung dar. Unter dem Titel „Planetary Health“ startet am Montag, 20. Oktober 2025, eine neue Ringvorlesung des Zentrums für Medizin und Gesellschaft (ZMG) der Universität Freiburg in Kooperation mit dem Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg. Ziel der Vortragsreihe ist es, die engen Zusammenhänge zwischen Umwelt, Klima und Gesundheit aus wissenschaftlicher Perspektive zu beleuchten – und Lösungsansätze aufzuzeigen, die beidem dienen: dem Schutz der Erde und der menschlichen Gesundheit.
Die Reihe umfasst sieben Vorträge, die bis Januar 2026 stattfinden. Behandelt werden Themen wie die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme, gesundheitliche Belastungen in der Landwirtschaft oder die Auswirkungen des Klimawandels auf das seelische Wohlbefinden. Beginn ist jeweils montags um 18 Uhr im Max-Kade-Auditorium I der Alten Universität Freiburg, Bertholdstraße 17. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Alle Vorträge werden in englischer Sprache gehalten und stehen im Zusammenhang mit der Exzellenzcluster-Initiative „Future Forests“ der Universität Freiburg. Diese Initiative erforscht interdisziplinär die Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit – und wie nachhaltige Lösungen für eine lebenswerte Zukunft aussehen können.
Zum Auftakt am 20. Oktober spricht Michaela Haug von der Universität Freiburg über das Thema „What does it mean to heal? Curing a brain tumor with high-tech operations and the help of spirits“. In den folgenden Monaten referieren unter anderem Johannes Kollman (TU München) über Chancen und Herausforderungen der Renaturierungsökologie, Roosa Rytkönen (University of Birmingham) über Konflikte bei der Wiederherstellung von Moorlandschaften sowie Samuel Fuhrimann (Swiss Tropical & Public Health Institute) über die Gesundheit landwirtschaftlicher Bevölkerungsgruppen.
Im neuen Jahr folgen Vorträge von Susanne Fischer (Universität St. Gallen) zum Zusammenhang zwischen Klimawandel und psychischen Erkrankungen, Eveline Dürr (LMU München) mit Perspektiven aus Lateinamerika und Sandra Barteit (Heidelberg Institute of Global Health) über die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels in einkommensschwachen Ländern.
Mit dieser Reihe möchte die Universität Freiburg den Austausch zwischen Medizin, Umweltwissenschaft und Gesellschaft fördern – und zugleich das Bewusstsein dafür stärken, dass der Schutz des Klimas und der menschlichen Gesundheit untrennbar miteinander verbunden sind.