Große Ehre für Freiburger Neurochirurgen

Auszeichnung mit dem European Lecture Award auf Europas wichtigstem Neurochirurgie-Kongress

[FREIBURG]

Prof. Dr. Jürgen Beck, Ärztlicher Direktor der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg, wurde am 7. Oktober 2025 auf dem Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Neurochirurgie in Wien mit dem renommierten European Lecture Award ausgezeichnet. Damit würdigt die europäische Fachgesellschaft seine Arbeiten zur spontanen intrakraniellen Hypotonie (SIH).

Die Erkrankung äußert sich durch plötzlich auftretende, sehr starke Kopfschmerzen. Beck hat die Diagnose und Behandlung dieser SIH-Erkrankung grundlegend verändert – mit spürbarem Nutzen für Patienten. Freiburg wurde in der Verleihung als „führendes Zentrum Europas, ja weltweit“ bezeichnet.

„Diese Auszeichnung gilt nicht nur meiner Forschung, sondern dem ganzen Team in Freiburg“, sagt Beck. „Dass unsere Arbeit so viele Patienten erreicht und die Fachwelt überzeugt, macht mich unglaublich stolz und dankbar.“

Forschung mit Wirkung für Patienten

Die spontane intrakranielle Hypotonie (SIH) ist eine seltene, bislang oft übersehene Erkrankung, die sich meist in Form plötzlich auftretender starker Kopfschmerzen äußert. Ursache ist in vielen Fällen ein feines Leck in der Rückenmarkshaut, durch das Hirnflüssigkeit austritt – mit der Folge, dass das Gehirn buchstäblich „tiefer hängt“ und Schmerzen auslöst.

Beck und sein Team haben diese Erkrankung als eigenes Krankheitsbild etabliert und zu wirksamen Diagnose- und Therapieverfahren geführt. Oft hilft ein gezielter operativer Eingriff, bei dem das Leck mithilfe körpereigenen Gewebes verschlossen wird – viele Patienten sind danach dauerhaft beschwerdefrei.

Der European Lecture Award wird jährlich an einen Neurochirurgen mit „praxisveränderndem Beitrag“ vergeben – Beck ist erst der fünfte Preisträger aus Deutschland seit 1980.

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