Lego gegen Barrieren: Kinder und Teenies bauen eine Rampe für mehr Teilhabe
Foto:Stadt Waldkirch
Vorsichtig nimmt ein Kind die Klebepistole, trägt etwas Montagekleber auf eine Lego-Platte auf, drückt den Stein fest und schlägt leicht mit dem Hammer drauf. Klack – der nächste Baustein sitzt. Stück für Stück entsteht so eine bunte Rampe aus Klemmbausteinen im Roten Haus in Waldkirch.
Barrieren symbolisch sichtbar machen
Unter dem Motto „Selbst bauen. Verstehen. Verändern“ gestalten sechs Kinder und Jugendliche die Rampe. Sie ist kein richtiges Hilfsmittel. Vielmehr macht sie Barrieren im Alltag symbolisch sichtbar und gibt Denkanstöße für mehr Teilhabe. Und die Kinder und Jugendlichen werden ganz nebenbei für das Thema Barrierefreiheit sensibilisiert.
33,5 Kilogramm Lego wurden gespendet, gewaschen und sortiert
Damit das Projekt überhaupt zustande kommen konnte, hat der SV Waldkirch 33,5 Kilogramm Lego-Steine gesammelt und an die Stadt Waldkirch gespendet – große, kleine, gelbe, grüne. Bevor gebaut werden konnte, wurden die Steine von Ehrenamtlichen, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, Mitgliedern des SV Waldkirch, Teenies aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Mitarbeitenden der Stadt Waldkirch gewaschen und sortiert. Drei Stunden lang wurde gewerkelt, gelacht und geplant – echte Teamarbeit für ein buntes Ziel.
Vier Nachmittage für die Rampe
An vier Nachmittagen bauen die Kinder und Jugendlichen nun aus den Steinen die Rampe. Diese wird in drei Teilen gebaut, damit möglichst viele gleichzeitig arbeiten können. Doch es geht um mehr als nur um das Bauen der Rampe: Das Projekt will für die Kinder und Jugendlichen auch ein Berührungspunkt mit dem Thema „Barrierefreiheit“ sein. In einem Parcours haben die Kinder und Jugendlichen deshalb Barrieren hautnah erlebt. Sie waren so etwa mit verbundenen Augen und einem Blindenstock und mit dem Rollstuhl unterwegs – zusätzliche Motivation für die Rampe.
Ein buntes Zeichen in der Stadtmitte
Die Rampe wird am Eingang des Reformhauses Steinhart auf dem Waldkircher Marktplatz aufgestellt. Dann setzten die Kinder die letzten Steine – ein farbenfrohes Zeichen für mehr Barrierefreiheit, Gemeinschaft und Inklusion.

Stadt Waldkirch
