ver.di macht zum Black Friday auf Arbeitsbelastung in der Paketbranche aufmerksam
Die Gewerkschaft ver.di Südbaden Schwarzwald nutzt den Black Friday, um in Freiburg auf die aus ihrer Sicht teils katastrophalen Arbeitsbedingungen von Paketzustellerinnen und Paketzustellern hinzuweisen. Wie ver.di in einer Pressemitteilung schreibt, steigen rund um die Rabattwoche die Paketmengen massiv an, während sich Belastung, Arbeitszeiten und Sicherheit für die Beschäftigten weiter verschlechtern.
Mit einem symbolischen „Belastungs-Berg“ aus Paketen, einem Infostand und Gesprächen will die Gewerkschaft deutlich machen, dass der boomende Onlinehandel zu Lasten der Zustellerinnen und Zusteller gehe. „Black Friday bedeutet für viele Beschäftigte nicht Konsum und Shopping, sondern Überstunden, Stress, Druck und gesundheitliche Risiken“, wird Bezirksgeschäftsführer Michael Herbstritt zitiert. Aus Sicht von ver.di seien die Folgen überlanger Touren, Personalmangels, unbezahlter Arbeitsstunden und undurchsichtiger Subunternehmerstrukturen inzwischen gravierend.
ver.di verweist zudem auf zunehmende Respektlosigkeit im Arbeitsalltag. Beschäftigte berichteten von verbalen Übergriffen, gefährlichen Hundesituationen und zunehmend rassistischen Anfeindungen. Gewerkschaftssekretär Deniz Zengin spricht in der Mitteilung von einer „alarmierenden Entwicklung“ und fordert mehr staatliche Kontrollen sowie eine klare Haftung der Paketdienste entlang der gesamten Lieferkette.
Mit der Aktion wolle man auch Verbraucherinnen und Verbraucher sensibilisieren. Herbstritt betont: „Niemand sollte unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen, damit andere bequem bestellen können.“ Die Aktion findet am Freitag, 28. November, von 12 bis 14 Uhr auf dem Europaplatz in Freiburg statt.