Glutnester als mögliche Ursache: Zweiter Brand in Gottenheimer Weingut wohl keine Brandstiftung

[GOTTENHEIM]

Der zweite Brand in einem Weingut in der Hauptstraße in Gottenheim ist nach derzeitigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden vermutlich nicht auf Brandstiftung zurückzuführen. Wie die Polizei mitteilt, haben Beamte der Kriminalpolizei gemeinsam mit einem Brandsachverständigen am gestrigen Mittwoch, 3. Dezember 2025, den Brandort erneut begutachtet. Dabei ergaben sich Hinweise darauf, dass der jüngste Brand vom Wochenende auf bislang unentdeckte Glutnester zurückgehen könnte.

Nach vorläufiger Einschätzung des Sachverständigen könnten sich beim ersten Brand am 23. November hinter einer Mauer im Dämmmaterial kleine Glutnester gebildet haben. Diese sollen aufgrund der baulichen Gegebenheiten und ihrer sehr geringen Ausdehnung zunächst nicht erkennbar gewesen sein. Nach den aktuellen Erkenntnissen ist es möglich, dass sich diese Glutnester über mehrere Tage unbemerkt in der Wandverkleidung ausgebreitet haben, bis es schließlich zu einem erneuten Brandausbruch kam. Das geschilderte Phänomen gilt als sehr selten, konnte nach Angaben der Polizei im Rahmen der Begehung vor Ort jedoch nachvollzogen werden.

In der Nacht auf Sonnabend, 29. November 2025, war es in dem Weingut erneut zu einem Feuer gekommen. Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle, nach derzeitigem Kenntnisstand wurde niemand verletzt. Bereits am 23. November war in dem Betrieb ein Brand ausgebrochen, bei dem ein Sachschaden von mindestens einer Million Euro entstand.

Während der Verdacht einer Brandstiftung für den ersten Brand weiterhin besteht, gehen die Ermittler beim zweiten Feuer nach der Auswertung der Spurenlage derzeit von einer anderen Ursache aus. Die Kriminalpolizei Freiburg setzt die Untersuchungen zur genauen Brandursache fort.

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