Rekordandrang auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt

[FREIBURG]

Der 52. Freiburger Weihnachtsmarkt zieht zur Halbzeit eine sehr positive Zwischenbilanz und setzt neue Maßstäbe bei den Besucherzahlen. Seit der Eröffnung am Donnerstag, 20. November 2025, strömen täglich zahlreiche Gäste in die Altstadt. Bereits in dieser Woche wird der millionste Besucher erwartet, damit wird die Marke rund eine Woche früher erreicht als im Vorjahr. Am Sonnabend, 29. November, wurde mit etwa 100.000 Besuchern ein Tagesrekord verzeichnet.

Der Weihnachtsmarkt erstreckt sich über acht Plätze in der Innenstadt, ergänzt durch die stimmungsvolle Beleuchtung des Colombi-Schlosses. Rund 400.000 Lichter sorgen für ein einheitliches Lichtkonzept, das laut Veranstalter maßgeblich zur einladenden Atmosphäre beiträgt. Trotz mehrerer regnerischer Tage, darunter ein verregneter Sonntag, zeigt sich insgesamt ein sehr positiver Verlauf. Das zuletzt stabile Winterwetter unterstützt die steigenden Besucherzahlen.

Auch die Anreisezahlen unterstreichen die hohe Resonanz. Bis Sonnabend, 6. Dezember, nutzten bereits 748 Reisebusse den Karlsplatz als Ein- und Ausstiegspunkt. Die Busse wurden anschließend zentral auf dem Messegelände abgestellt, was nach Angaben der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) zur Entlastung der Innenstadt beiträgt.

Eine Besucherbefragung am 4. und 5. Dezember mit 229 Teilnehmern zeigt, dass ein großer Teil des Publikums aus der Region stammt. Rund 42 Prozent der Befragten kommen aus Freiburg und dem direkten Umland, weitere größere Gruppen reisen aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und dem Landkreis Emmendingen an. Besucher aus dem Ortenaukreis und dem Landkreis Lörrach sind ebenfalls vertreten, dazu Gäste mit Anreisen von bis zu 300 Kilometern. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, ausschließlich wegen des Weihnachtsmarktes nach Freiburg gekommen zu sein. Der überwiegende Teil der Besucher stammt aus Deutschland, kleinere Anteile kommen aus der Schweiz und aus Frankreich.

Mit 127 Ständen, darunter mehr als 70 kunsthandwerkliche Anbieter, setzt der Weihnachtsmarkt weiterhin auf Vielfalt und Qualität. In den Abendstunden laden Lichter, Düfte und Handwerk zum Bummel ein. An insgesamt 14 Glühweinständen, an denen auch alkoholfreier Glühwein und Glüh-Gin angeboten werden, treffen sich viele Gäste zum Ausklang des Tages. Ergänzt wird das Angebot durch eine breite Auswahl gastronomischer Stände. Zahlreiche Beschicker berichten trotz zeitweiser Witterungsprobleme von einer guten Resonanz.

Der Vorsitzende des Schaustellerverbands Freiburg, Damian Traber, zeigt sich mit Organisation und Besucherzahlen zufrieden und hebt insbesondere die funktionierenden Regelungen zur Zufahrtssicherung und zum Lieferverkehr hervor. Auch seitens der FWTM fällt die Zwischenbilanz positiv aus. Geschäftsführer Jens Mohrmann dankt Stadt, Sicherheitskräften, Beschickern und allen Beteiligten und verweist darauf, dass die eingesetzten Armis-One-Sperren wie bereits beim Weinfest zuverlässig arbeiten. Ordnungsdezernent Breiter betont, dass das Sicherheitskonzept greife und die Kombination aus privatem Sicherheitsdienst, städtischem Vollzugsdienst und Polizei die gewünschte Wirkung zeige. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Besucher sei vorhanden, was sich in den Besucherzahlen widerspiegele.

Der Freiburger Weihnachtsmarkt ist noch bis einschließlich Dienstag, 23. Dezember 2025, geöffnet, am letzten Veranstaltungstag bis 19.30 Uhr. Nach derzeitigem Stand erfreut sich die Veranstaltung ungebrochen großer Beliebtheit.

Zum Jahreswechsel kommt es zudem zu einer Veränderung bei den Verantwortlichkeiten. Die Geschäftsführung der FWTM und der langjährige Projektleiter des Freiburger Weihnachtsmarktes, Thomas Barth, haben sich auf eine veränderte Zusammenarbeit ab 1. Februar 2026 verständigt. Barth hatte im Oktober seine Kündigung eingereicht und ein neues Stellenangebot erhalten. Künftig wird er die Planung und Koordination aller Aufgaben im Infrastruktur- und Logistikbereich bei Veranstaltungen der FWTM im öffentlichen Raum übernehmen. Dazu gehört weiterhin die zentrale Verantwortung für Auf- und Abbau sowie die vollständige Infrastrukturplanung des Freiburger Weihnachtsmarktes.

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