Kampagnenstart bei der Deutschen Post in Freiburg: „Gesund arbeiten – Gut leben“
Unter dem Motto „Gesund arbeiten – Gut leben“ hat die ver.di-Betriebsgruppe der Deutschen Post Niederlassung Freiburg am Freitag, 12. Dezember 2025, ihre neue Kampagne zum Gesundheitsschutz in der Paketzustellung gestartet. Auftakt der langfristig angelegten Initiative war eine Aktion am DHL-Paketstützpunkt in der Einsteinstraße 7, bei der die Arbeitsbelastungen der Zustellerinnen und Zusteller sichtbar gemacht werden sollten.
Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung standen sogenannte Probewiegungen. Dabei wurden gemeinsam mit Beschäftigten besonders schwere Pakete gewogen, um die physischen Anforderungen im Arbeitsalltag zu dokumentieren. Ziel ist es, realistische Gewichtsgrenzen, ergonomische Standards und geeignete Hilfsmittel zum Thema zu machen.
Hintergrund der Kampagne ist die zunehmend belastende Arbeitssituation im Paketdienst. Laut ver.di führen Zeitdruck, überladene Fahrzeuge, fehlende Pausen, mangelnde Regeneration und unklare Arbeitsvorgaben immer häufiger zu körperlichen und psychischen Erkrankungen. Rücken- und Gelenkprobleme sowie Stresssymptome nehmen deutlich zu. Der Gewerkschaft geht es nach eigenen Angaben nicht um kurzfristige Verbesserungen, sondern um nachhaltige Veränderungen in der Branche.
„Arbeit darf nicht krank machen“, erklärte Gewerkschaftssekretär Deniz Zengin. Belastungen müssten sichtbar, die Beschäftigten gehört und konkrete Lösungen gemeinsam entwickelt werden. Dazu zählt auch der Ausbau betrieblicher Mitbestimmung und verbindlicher Gesundheitsmaßnahmen.
Die Kampagne „Gesund arbeiten – Gut leben“ ist auf mehrere Jahre angelegt. Für das Jahr 2026 kündigte ver.di regelmäßige Aktionen, betriebliche Unterstützung und politischen Druck an. Michael Herbstritt, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Südbaden Schwarzwald, betonte: „Gesundheitsschutz ist keine freiwillige Leistung – er ist Pflicht. Wir werden gemeinsam dafür sorgen, dass diese Pflicht wieder ernst genommen wird.“