Freiburger Busspende für Kyjiw: Zehn ausgemusterte Fahrzeuge auf dem Weg in die Ukraine

[FREIBURG]

Die Stadt Freiburg und die Freiburger Verkehrs AG (VAG) haben zehn ausgemusterte Dieselbusse an die ukrainische Hauptstadt Kyjiw gespendet. Am vergangenen Dienstag, 9. Dezember 2025, und am gestrigen Montag, 15. Dezember 2025, wurden jeweils fünf Busse vom Betriebshof überführt. Die Fahrzeuge waren rund 20 Jahre im Freiburger Linienverkehr im Einsatz und haben dabei teils mehr als eine Million Kilometer zurückgelegt. Künftig sollen sie im öffentlichen Nahverkehr in Kyjiw weiterfahren.

Oberbürgermeister Martin Horn bezeichnete die Spende als konkrete Unterstützung aus Freiburg heraus. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die Ukraine aus Freiburg heraus konkret zu unterstützen. Unsere Busse leisten in Kyjiw direkte Hilfe im Alltag, gerade in einer Zeit, in der die öffentlichen Dienste stark gefordert sind. Wenn wir mit bereits vorhandenen Fahrzeugen helfen können, ist das ein sinnvoller und für mich vernünftiger Schritt“, sagte Horn. VAG-Vorstand Stephan Bartosch verwies auf die Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität und begründete die Weitergabe der älteren Dieselbusse damit, dass hohe Investitionen in die Fahrzeuge nicht mehr gerechtfertigt gewesen wären. „In Kyjiw können sie dagegen sofort weiterhelfen. Für uns ist das wirtschaftlich und ökologisch der sinnvollste Weg“, so Bartosch. VAG-Vorstand Oliver Benz hob den Aspekt der Ressourcenschonung hervor und sagte: „Dass die Busse in der Ukraine weiterfahren können, statt verschrottet zu werden, zeigt, dass verantwortliches Handeln und praktische Unterstützung miteinander vereinbar sind.“

Die Kosten für die Überführung beziffern Stadt und VAG auf knapp 30.000 Euro, die je zur Hälfte getragen werden. Der Kontakt kam nach Angaben der Beteiligten über den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Stadt München als Partnerstadt Kyjiws zustande, um die Überführung zu organisieren.

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