Schusswaffeneinsatz der Polizei nach Fluchtversuch bei Hartheim

[HARTHEIM]

Nach einem Fluchtversuch im Zusammenhang mit einer Grenzkontrolle ist es am Sonntagmorgen, 4. Januar 2026, zu einem Schusswaffeneinsatz der Bundespolizei im Hartheimer Ortsteil Bremgarten gekommen. Die Kriminalpolizei Freiburg ermittelt und sucht Zeugen.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen führten Beamte der Bundespolizei gegen 5:45 Uhr Grenzkontrollen auf der Rheinbrücke bei Neuenburg durch. Dabei sollte ein Fahrzeug mit französischer Zulassung bei der Einreise in die Bundesrepublik kontrolliert werden. Der Fahrer entzog sich der Maßnahme jedoch und flüchtete in Richtung Freiburg.

Die Einsatzkräfte nahmen zunächst die Verfolgung auf, mussten diese jedoch wegen der hohen Geschwindigkeit des Fluchtfahrzeugs sowie der winterlichen Straßenverhältnisse abbrechen. Im Rahmen einer anschließenden gemeinsamen Fahndung der Bundespolizei und des Polizeipräsidiums Freiburg konnte das Fahrzeug später im Bereich der Lindenstraße im Hartheimer Ortsteil Bremgarten festgestellt werden.

Als sich Bundespolizisten dem auf dem Gehweg stehenden Fahrzeug näherten, beschleunigte der Fahrer nach Angaben der Ermittler unvermittelt und fuhr erneut davon. Daraufhin gab ein Polizeibeamter einen Schuss auf das Vorderrad des Fahrzeugs ab. Der Fahrer hielt anschließend an und konnte vorläufig festgenommen werden.

Bei der Kontrolle des 52-jährigen Mannes stellten die Beamten eine Atemalkoholkonzentration von etwa 1,8 Promille sowie Hinweise auf den Einfluss von Betäubungsmitteln fest. Zudem ergaben die Ermittlungen, dass das Fahrzeug in Frankreich zur Fahndung ausgeschrieben war.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Am Fahrzeug entstand Sachschaden in bislang unbekannter Höhe. Ob während der Flucht andere Verkehrsteilnehmende gefährdet wurden, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei Freiburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen sowie mögliche Geschädigte, die durch die Fahrweise des Tatverdächtigen gefährdet oder beeinträchtigt worden sein könnten, sich unter Telefon 0761/882-2880 zu melden.

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