Abschlussvortrag beendet Jubiläumsjahr des Geschichtlichen Herbstes
Foto:Stadt Waldkirch
Mit einem Vortrag zur Geschichtsvermittlung im Landkreis Emmendingen ist das Jubiläumsjahr des Geschichtlichen Herbstes zu Ende gegangen. Den Abschluss gestaltete Dr. Andreas Hassis-Berner, Archäologe beim Landesdenkmalamt und seit Beginn der Veranstaltungsreihe vor 25 Jahren eng mit dem Geschichtlichen Herbst verbunden. In seinem Vortrag beleuchtete er unterschiedliche Methoden und Formen der Geschichtsvermittlung in den Städten Elzach, Emmendingen, Endingen, Kenzingen und Waldkirch. Vorgestellt wurden unter anderem Strategien von Museen, Stadtführungen sowie die Arbeit von Heimat- und Geschichtsvereinen. Deutlich wurde dabei die zentrale Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements, das in allen Städten eine tragende Rolle spielt. Zugleich machte der Vortrag Lust darauf, die einzelnen Orte näher kennenzulernen und beispielsweise eines der Museen zu besuchen.
Der Vortrag fand im Barocksaal des Elztalmuseums statt und markierte zugleich den offiziellen Abschluss des 25. Jubiläumsjahres. Die Wurzeln des Geschichtlichen Herbstes reichen bis ins Jahr 2000 zurück. Damals entstand die Idee im Rahmen des 700-Jahre-Stadtrechtsfests in Waldkirch. Der damalige Pressesprecher der Stadt, Hubert Bleyer, initiierte gemeinsam mit Thomas Kern und dem früheren Stadtarchivar Rudi Allgeier eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Auf den Spuren der Waldkircher Stadtgeschichte“. Daraus entwickelte sich der Geschichtliche Herbst, der sich in den folgenden Jahren fest im Kulturkalender etablierte.
Von Beginn an zeichnete sich die Reihe durch ein abwechslungsreiches Programm aus. Neben Vorträgen gehörten Führungen, darunter auch Fahrradtouren durch die Stadtteile, sowie Angebote für Kinder dazu, die Geschichte unmittelbar erlebbar machten. Auch im Jubiläumsjahr zeigte sich diese Vielfalt. Besonders gefragt waren erneut die gewandeten Stadtführungen, die bereits 2002 aus dem Geschichtlichen Herbst hervorgegangen waren. Ergänzt wurde das Programm durch Vorträge, Ausstellungen, Feste, Exkursionen und weitere Veranstaltungen, die auf großes Interesse stießen. Ein Best-of im Oktober 2025 erinnerte mit ausgewählten Szenen an die beliebten Stadtführungen.
Der Blick richtet sich nun nach vorn. Der Geschichtliche Herbst wird auch 2026 fortgesetzt und startet im kommenden Herbst erneut. Das Programm befindet sich derzeit in der Ausarbeitung. Erste Veranstaltungen stehen bereits fest, darunter eine Tour des Schwarzwaldvereins Waldkirch-Kandel in die französische Partnerstadt Sélestat anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Jumelage. Damit dürfen sich die Besucher auch im kommenden Jahr wieder auf ein vielfältiges Programm zur Geschichte Waldkirchs freuen.