Gemeinderat gedenkt den Opfer des Holocausts

[WALDKIRCH]

Am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, hat auch die Stadt Waldkirch der Millionen Menschen gedacht, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt und ermordert wurden.

Oberbürgermeister Michael Schmieder und Mitglieder aller Gemeinderatsfraktionen kamen dazu am Mahnmal in Erinnerung an die in Litauen ermordeten Jüdinnen und Juden sowie Opfer des Holocausts zusammen. Mit der Niederlegung eines Kranzes und von Rosen sowie einer Schweigeminute wurde der Opfer gedacht. Der Gedenktag erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 und maht dazu, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten.

Täter aus Waldkirch

Das Mahnmal erinnert an die 138.272 Jüdinnen und Juden, die von dem Waldkircher Karl Jäger ermordet wurden. Als SS-Standartenführer und Kommandeur des Einsatzkommandos drei organisierte Jäger das Morden in der damaligen litauischen Hauptstadt Kaunas bzw. in ganz Litauen. Im sogenannten Jägerbericht hat er seine Taten festgehalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er unter seinem richtigen Namen in der Nähe von Heidelberg. 1959 kam er in Haft, wo er sich das Leben nahm.

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