Weniger Straftaten im Raum Freiburg – Betrug und Cybercrime legen zu

Foto:Bastian Kroll
Das Polizeipräsidium Freiburg hat am gestrigen Mittwoch, 25. Februar, die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vorgestellt. Demnach ist die Zahl der registrierten Straftaten im Zuständigkeitsbereich deutlich gesunken. Insgesamt gingen die Fallzahlen um 9,8 Prozent zurück. Damit verzeichnet das Präsidium bereits im zweiten Jahr in Folge einen Rückgang, der zudem stärker ausfällt als im Landesdurchschnitt mit 6,1 Prozent
Fast drei Viertel aller Straftaten entfallen weiterhin auf Diebstahl mit 30 Prozent, Betrug mit 14 Prozent, ausländerrechtliche Verstöße mit 11 Prozent, Körperverletzungsdelikte mit 10 Prozent sowie Sachbeschädigungen mit 9 Prozent
Rückgang bei Tatverdächtigen
Auch die Zahl der Tatverdächtigen bei Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße sank deutlich. Sie ging um 9,4 Prozent auf 23.762 Personen zurück. Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger verringerte sich von 45,0 Prozent auf 43,9 Prozent
Die Jugendkriminalität ist ebenfalls rückläufig. Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren sank um 14,4 Prozent. Ihr Anteil an allen Tatverdächtigen liegt nun bei 19,6 Prozent
Gewaltdelikte nehmen ab
Die Zahl der Gewaltdelikte verringerte sich um 5,2 Prozent auf 10.794 Fälle. Damit wurde der seit 2021 anhaltende Anstieg erstmals wieder gebrochen. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Deliktsfeld bei 90,6 Prozent
Straftaten gegen das Leben machten mit 38 Fällen lediglich 0,05 Prozent aller Straftaten aus. Die Aufklärungsquote stieg hier auf 97,4 Prozent
Im Bereich der Partnergewalt sanken die Fallzahlen nach mehreren Jahren des Anstiegs um drei Prozent auf 2.070 Fälle. Das entspricht drei Prozent aller erfassten Straftaten im Präsidiumsbereich
Anstieg bei Messerangriffen
Entgegen dem landesweiten Trend stieg die Zahl der Messerangriffe im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg um 4,6 Prozent auf 386 Fälle. Landesweit waren die Zahlen in diesem Deliktsfeld rückläufig
Eigentumskriminalität und Schäden
Die Eigentumskriminalität stellt mit 30 Prozent weiterhin einen Schwerpunkt dar. Der Gesamtdiebstahlsschaden belief sich 2025 auf 25,8 Millionen Euro und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau
Beim Wohnungseinbruch stieg der entstandene Schaden trotz rückläufiger Fallzahlen um 36,8 Prozent auf 2,7 Millionen Euro
Betrug und Internetkriminalität wachsen
Deutlich zugenommen haben Vermögens- und Fälschungsdelikte. Die Fallzahlen stiegen um 5,6 Prozent auf 12.477 Fälle. Der verursachte Schaden belief sich auf 42,6 Millionen Euro und lag damit um 16,7 Millionen Euro höher als im Vorjahr
Im Bereich Cybercrime wurden 1.707 Delikte registriert, was einem Anstieg von 18,6 Prozent entspricht. Die Aufklärungsquote lag bei 21,2 Prozent
Straftaten, bei denen das Internet als Tatmittel genutzt wurde, nahmen um 37,7 Prozent auf 6.589 Fälle zu. Der hier entstandene Schaden stieg auf 12,2 Millionen Euro
Stadtkreis Freiburg weiterhin Schwerpunkt
Ein Drittel aller Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg entfällt auf den Stadtkreis Freiburg. Die Zahl der Fälle sank dort weiter und erreichte den drittniedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre
Die Statistik zeigt insgesamt eine rückläufige Entwicklung bei vielen klassischen Deliktsfeldern, während insbesondere Betrugsdelikte und internetbezogene Straftaten deutlich zunehmen.