Neue Ausstellung im Stadtarchiv: Langemarckstraßen in Freiburg und anderswo

Die Ausstellung 'Langemarckstraßen – in Freiburg und anderswo' eröffnet am 25. Februar im Stadtarchiv und beleuchtet die Geschichte und Bedeutung der Straßenbenennung.

Im Stadtarchiv Freiburg wird am 25. Februar 2026 die Ausstellung „Langemarckstraßen – in Freiburg und anderswo“ eröffnet. Diese beleuchtet die Entstehung und die wechselnden Debatten rund um die Benennung der Langemarckstraße in Freiburg, die seit 1934 den zentralen Bereich des Wohngebiets westlich der Merzhauser Straße prägt.

Der Name erinnert an die Schlacht von Langemarck im Jahr 1914, bei der mehr als 2000 deutsche Rekruten ihr Leben verloren. Aus diesem militärischen Misserfolg entwickelte sich der „Mythos von Langemarck“, der als Symbol für die Opferbereitschaft der deutschen Jugend gilt. In der Nachkriegszeit und während des Nationalsozialismus wurde dieser Mythos durch Gedenkfeiern, Publikationen und Denkmäler im öffentlichen Raum verankert, was zur Benennung von Straßen und Plätzen in über 30 deutschen Städten führte.

Die Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in die historische Bedeutung der Langemarckstraße und die damit verbundenen gesellschaftlichen Diskussionen. Sie ist bis zum 16. Juni 2026 im Stadtarchiv zu sehen, und die Öffnungszeiten sind montags, dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 18 Uhr. Öffentliche Führungen finden jeden Mittwoch um 15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Ausstellung ist Teil eines Erinnerungs- und Friedensprojekts, das in Zusammenarbeit mit der belgischen Gemeinde Langemark-Poelkapelle, dem In Flanders Fields Museum in Ieper/Ypern und der University of Kent entstanden ist. Sie wird auch in anderen Städten mit Langemarckstraßen gezeigt.

Weitere Informationen zum Stadtarchiv sind online unter www.freiburg.de/stadtarchiv zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Freiburg

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