Stefan Breiter wird aus dem Amt verabschiedet: Ein Rückblick auf acht Jahre als Bürgermeister
Nach acht Jahren im Amt wurde Stefan Breiter heute feierlich verabschiedet. Er verlässt die Stadtverwaltung auf eigenen Wunsch, um sich seiner Familie zu widmen.
Nach acht Jahren als Bürgermeister der Stadt Freiburg trat Stefan Breiter am vergangenen Dienstag, 24. März 2026, zu seiner letzten Gemeinderatssitzung auf diesem Posten an. Zur feierlichen Verabschiedung gab es viel Zuspruch aus den Reihen des Gemeinderats und der Amtskollegen. Breiter verlässt die Stadtverwaltung auf eigenen Wunsch, um sich verstärkt seiner Familie zu widmen.
Der gebürtige Freiburger, Jahrgang 1967, hatte die Leitung des Dezernats IV am 1. April 2018 von seinem Vorgänger Otto Neideck übernommen. In dieser Funktion war Breiter verantwortlich für Finanzen, Wirtschaft, öffentliche Ordnung, Bürgerservice, Informationsmanagement und Wahlen, Feuerwehr, Sport, Standesamt sowie Friedhöfe. Zuvor war er fünf Jahre Bürgermeister der baden-württembergischen Gemeinde Remshalden mit 14.000 Einwohnern.
Oberbürgermeister Martin Horn würdigte Breiters Amtszeit: „Stefan Breiter ist der Spagat zwischen solider Finanzpolitik und wichtigen Investitionen gelungen. Freiburg steht – im Vergleich zu anderen Städten – finanziell gut da. Wir haben viele große Projekte gemeinsam auf den Weg gebracht. Ich danke Stefan Breiter für seinen Einsatz für Freiburg.“
In Breiters Amtszeit fielen zahlreiche wegweisende Entscheidungen und Entwicklungen. Besonders prägend war die Phase der Corona-Pandemie, in der der Ordnungsbürgermeister an vielen Stellen gefragt war. Der Krisenstab tagte über 150 Mal und beriet über weitreichende Entscheidungen, wie die Absage des Freiburger Weihnachtsmarktes 2020 oder dessen vorzeitigen Abbruch 2021. Zwei Jahre später konnte Breiter jedoch wieder Positives vermelden: 2023 fand der Weihnachtsmarkt in seiner 50. Auflage statt.
Weitere Jubiläen prägten seine Amtszeit: Die Berufsfeuerwehr feierte 2025 ihr 80-jähriges Bestehen, der Musikzug sein 100-jähriges, und die Freiwillige Feuerwehr beging aktuell ihr 175-jähriges Jubiläum. Zu den Highlights zählt auch die Einführung der beliebten Münsterplatzkonzerte, die im kommenden Sommer bereits zum vierten Mal stattfinden werden.
Breiter begleitete in nahezu allen Ämtern seines Dezernats einen Wechsel in der Amtsleitung – zuletzt den Kommandowechsel beim Amt für Brand- und Katastrophenschutz im vergangenen Oktober. Als Finanz-, Sport- und Ordnungsbürgermeister leitete er zahlreiche Sitzungen, darunter 40 Ausschusssitzungen und über hundert Gemeinderatssitzungen. Zu den längsten gehörten die Haushaltsberatungen: Breiter verantwortete vier Doppelhaushalte mit einem Gesamtvolumen von über 2 Milliarden Euro.
Insgesamt brachte sein Dezernat rund 360 Drucksachen in den Gemeinderat ein, darunter bedeutende Konzepte wie das Gesamtkonzept zum bezahlbaren Wohnen (2020) und den zentralen Sportentwicklungsplan (2024).
Ein Herzensprojekt war der Bau des neuen Außenbeckens im Westbad, das letzten Sommer mit einem großen Bürgerfest eröffnet wurde. Auch das Konzept zur Konfliktprävention im öffentlichen Raum und die Verabschiedung des sozio-kulturellen Gesamtkonzepts für den Stühlinger Kirchplatz fielen in seine Amtszeit.
Im Bereich Feuerwehr und Katastrophenschutz wurden mehrere bedeutende Projekte realisiert, wie die Sanierung des Feuerwehrhauses Hochdorf und der Neubau der Feuerwehrhäuser in St. Georgen und Lehen. Für das neue Rettungszentrum, das alle Rettungsdienste unter einem Dach vereinen soll, werden rund 35 Millionen Euro investiert.
Breiter, der seit 2006 Mitglied der CDU ist, hat eine beeindruckende berufliche Biografie. Sein Ausbildungsweg führte vom Dienst bei der Bundespost über verschiedene Stationen bis hin zur Bürgermeisterkarriere, die 2013 in Remshalden begann und 2018 in Freiburg fortgesetzt wurde.
Zum 1. April 2026 übernimmt die designierte Finanzbürgermeisterin Carolin Jenkner den Stab von Stefan Breiter. Der Gemeinderat hatte sie am 2. Februar mit großer Mehrheit zur Nachfolgerin gewählt.