Ulrich von Kirchbach verabschiedet: Ein Vermächtnis für Freiburgs Kultur und Soziales
Nach 24 Jahren im Dienst der Stadt Freiburg wurde Ulrich von Kirchbach als Erster Bürgermeister verabschiedet. Sein Engagement für Kultur, Soziales und Integration bleibt unvergessen.
Der Gemeinderat hat Ulrich von Kirchbach, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg, aus dem städtischen Dienst verabschiedet. Nach 24 Jahren, in denen er das soziale und kulturelle Gesicht Freiburgs maßgeblich prägte, trat er am vergangenen Dienstag, 24. März 2026, heute zu seiner letzten Sitzung auf diesem Posten an und wurde mit viel Applaus und Anerkennung verabschiedet.
Oberbürgermeister Martin Horn würdigte von Kirchbachs unermüdliches Engagement: „Er hat in fast zweieinhalb Jahrzehnten die Sozial-, Kultur- und Integrationspolitik Freiburgs wie kein anderer geprägt. Seine Überzeugung, dass Soziales und Kultur zusammengehören, hat neue Maßstäbe gesetzt.“
Ulrich von Kirchbach, gebürtiger Schwabe, studierte Jura an der Universität Tübingen und war in verschiedenen Ämtern tätig, bevor er 2002 als Bürgermeister für Soziales, Jugend, Integration und Senioren in den Freiburger Gemeinderat gewählt wurde. 2010 kandidierte er für das Amt des Oberbürgermeisters und wurde 2018 zum Ersten Bürgermeister gewählt.
Sein Einfluss auf die Sozialpolitik ist unübersehbar. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Projekte initiiert, darunter die Eröffnung des Kontaktladens der AWO-Drogenhilfe und die Schaffung von Angeboten für Menschen mit Behinderungen. Auch die OASE für wohnungslose Menschen und der Kältebus sind Ergebnisse seines Engagements.
Im Bereich Migration und Integration setzte von Kirchbach wichtige Akzente. Er koordinierte die Unterbringung von Geflüchteten während der Flüchtlingskrise 2015/2016 und erhielt für seine Arbeit den MERI-Preis der EU-Kommission.
Die Kulturpolitik Freiburgs wurde unter seiner Ägide ebenfalls neu gestaltet. Projekte wie die Generalsanierung des Augustinermuseums und das NS-Dokumentationszentrum zeugen von seinem Einsatz. Zudem förderte er die Entwicklung neuer kultureller Einrichtungen und die Digitalisierung der Stadtbibliothek.
Am 31. März 2026 wird von Kirchbach seine Ämter niederlegen. Sein langjähriges Wirken hat Freiburg sozialer, kulturell vielfältiger und offener gemacht.