Historix-Tours feiert Jubiläum und startet neue Erlebnisführung in Breisach

Foto:Historix-Tours
Historix-Tours feiert in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen seiner Theater-Touren und Ghost-Walks in Breisach. Seit dem Sommer 2001 führt das Unternehmen auch in der Stadt am Rhein szenische Rundgänge durch. Eine zentrale Figur ist dabei der „Seltsame Mönch“, der den Münsterberg nach der Erzählung schon seit ewigen Zeiten durchwandert und im Blick hat.
Die erste Breisacher Tour war „Ritter, Mönche, Blutgericht“. Sie wurde 2001 von Hartmut Stiller und Robert Klatt geschrieben und inszeniert. Unterstützt wurden sie damals vom inzwischen verstorbenen Stadtarchivar Uwe Fahrer, der auch die Idee für die besondere Figur des Mönchs einbrachte. Seitdem führt der „Seltsame Mönch“ regelmäßig auf den Münsterberg hinauf und berichtet urige, humorvolle und gruselige Anekdoten aus der Stadtgeschichte. Der nächste Termin ist am Freitag, 19. Juni 2026, um 19:30 Uhr ab dem Marktplatz in Breisach.
Seit einigen Jahren gibt es an ausgewählten Terminen zudem die Late-Night-Tour „Geister, Spuk und Sommernacht“, die sich stärker den gruseligen Aspekten der Breisacher Geschichte widmet. Dabei geht es unter anderem um die legendäre „Witwe Binz“, um die Verfolgung von Frauen als angebliche Hexen und um Wege, die mit einem Fluch belegt sein sollen. Bruder Gregorius erzählt diese Geschichten zur späteren Stunde. Der nächste Termin ist am Sonnabend, 13. Juni, um 21 Uhr. Treffpunkt ist vor der Breisach-Touristik am Marktplatz in Breisach.
Zum Jubiläum kommt nun eine neue Erlebnisführung hinzu. Am Sonnabend, 20. Juni, um 14 Uhr feiert „Breisach, Mythen, Teufelswein“ Premiere. Die Tour führt zunächst ab dem Radbrunnen über einen Teil des Münsterberges und anschließend hinunter in die unterirdischen Gewölbe unterhalb der Stadt.
Dort spielte sich in früheren Jahrhunderten nach Angaben von Historix-Tours ein wechselvolles Leben ab. Schmuggler nutzten das Labyrinth im Berg für verbotenen Handel, Deserteure flohen dort vor ihren Verfolgern. In Krisenzeiten und im Krieg zog ein Teil der Stadt in die Gewölbe. Dort gab es unter anderem ein Lazarett, eine Bank und zahlreiche Schlafgelegenheiten in den dunklen Gängen. In friedlicheren Zeiten wurden die unterirdischen Räume weniger dramatisch genutzt, unter anderem als Lagerräume für Bier und heute für Sekt.
Bruder Gregorius führt bei der neuen Tour durch einen Teil des alten Felsenlabyrinths. Die Führung entstand in Zusammenarbeit mit der Privatsektkellerei Geldermann. Text, Regie und Premieren-Schauspiel übernimmt Hartmut Stiller. Weitere Termine sind am Mittwoch, 24. Juni, und am Sonnabend, 27. Juni, jeweils um 19 Uhr. Die Touren beinhalten auch ein Glas Sekt.
Im November und Dezember wird außerdem die Advents-Tour „Mönche, Wunder, Weihnachtsbräuche“ angeboten, die mit milderen, aber ebenfalls gewitzten Geschichten und weihnachtlichem Flair verbunden ist.