Mehr Unfälle mit Fahrrädern und E-Scootern im Landkreis Emmendingen

Foto:Bastian Kroll
Die Verkehrsunfallbilanz 2025 des Polizeipräsidiums Freiburg zeigt für den Landkreis Emmendingen ein insgesamt stabiles, in einzelnen Bereichen jedoch auffälliges Unfallgeschehen. Während die Zahl schwerer Folgen weiter rückläufig ist, rücken insbesondere Unfälle mit Fahrrädern und Elektrokleinstfahrzeugen stärker in den Fokus.
Im Landkreis Emmendingen wurden im Jahr 2025 zahlreiche Verkehrsunfälle registriert, darunter auch eine relevante Zahl sogenannter bedeutender Verkehrsunfälle, bei denen Personen verletzt wurden oder ein Bußgeld- beziehungsweise Strafverfahren eingeleitet werden musste. Positiv ist, dass sich die Zahl der schwerverletzten und tödlich verunglückten Menschen im langfristigen Vergleich rückläufig entwickelt hat. Gleichwohl bleibt jede schwere oder tödliche Verletzung ein tragischer Einzelfall.
Deutlich ins Gewicht fallen hingegen die Entwicklungen im Bereich der Zweiräder. Die Zahl der Fahrradunfälle liegt weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Besonders auffällig ist die Zunahme bei Unfällen mit Pedelecs, die sich auch im Landkreis Emmendingen widerspiegelt. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der wachsenden Verbreitung elektrisch unterstützter Fahrräder, die insbesondere von älteren Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Hinzu kommt ein spürbarer Anstieg bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen wie E-Scootern, die seit einigen Jahren gesondert statistisch erfasst werden.
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Unfallursache Geschwindigkeit. Nicht angepasste Geschwindigkeit zählt weiterhin zu den wesentlichen Risikofaktoren bei schweren Verkehrsunfällen. Die Polizei kündigt an, die Kontrollen in diesem Bereich konsequent fortzuführen. Auch Alkohol- und Drogenfahrten spielen im Unfallgeschehen eine Rolle. Nach Angaben des Polizeipräsidiums zeigt sich insbesondere bei Cannabis ein deutlicher Anstieg der festgestellten Fälle seit der Legalisierung im April 2024.
Neben repressiven Maßnahmen setzt die Polizei weiterhin auf Prävention. Im gesamten Zuständigkeitsbereich, zu dem auch der Landkreis Emmendingen gehört, wurden im vergangenen Jahr tausende Menschen bei Informations- und Präventionsveranstaltungen erreicht. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und insbesondere gefährdete Gruppen stärker zu sensibilisieren.
Eine detaillierte Übersicht der Zahlen für den Landkreis Emmendingen ist im veröffentlichten Unfallbarometer 2025 des Polizeipräsidiums Freiburg einsehbar.
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