Pilotprojekt Schulstraße an der Markgrafenschule startet mit Aktionstag

Am Samstag, 21. März, wird die erste Freiburger Pilot-Schulstraße an der Markgrafenschule eröffnet. Ein buntes Programm erwartet die Besucher.

Am Samstag, 21. März 2026, wird die erste Freiburger Pilot-Schulstraße an der Markgrafenschule in Tiengen eröffnet. Zu diesem Anlass laden die Schule, die Kita Tausendfüßler sowie die Stadt- und Ortsverwaltung von 11 bis 15 Uhr zu einem großen Aktionstag ein.

Das Programm umfasst ein Mitmachangebot mit Spielmobil, Kinderschminken, Kreidemalen sowie einem Feuerwehrlöschzug und weiteren Überraschungen. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, und musikalische Darbietungen werden durch den Kinderchor und den Jugendmusikverein angeboten. Den offiziellen Startschuss bildet ein kleines Wettrennen, an dem Oberbürgermeister Martin Horn, Baubürgermeister Martin Haag, Schulleiterin Sarah Puls, Ortvorsteher Oliver Schlatter und ausgewählte Kinder teilnehmen.

Die Schulstraße wird im Rahmen eines einjährigen Testlaufs eingeführt. Diese Umwidmung der Maierbuckstraße zur Schulstraße ist durch einen Erlass des Landesverkehrsministeriums aus dem vergangenen August möglich geworden. Dieser Erlass definiert Schulstraßen und Schulzonen und bietet Kommunen rechtssichere Möglichkeiten zur Einführung.

Die Markgrafenschule wurde als erster Standort ausgewählt, da hier wiederholt gefährliche Situationen im Schulumfeld, insbesondere während der Hol- und Bringzeiten, beobachtet wurden. Ziel der Schulstraße ist es, den Durchgangsverkehr vor der Schule zu reduzieren und die Sicherheit sowie die selbständige Mobilität der Kinder zu erhöhen.

Konkret wird die Maierbuckstraße ab dem 21. März zwischen der Tunibergstraße und der Maierbuckallee zu bestimmten Zeiten für den motorisierten Verkehr gesperrt: Montag bis Freitag von 7.30 bis 8.30 Uhr sowie von 12.45 bis 14.15 Uhr. Eltern, die ihre Kinder weiterhin mit dem Auto bringen möchten, können die bestehende Hol- und Bringzone in der Maierbuckallee nutzen. Radfahrer und Anwohner sind von der Sperrung nicht betroffen.

Zusätzlich wird eine neue Parkordnung eingeführt, um den Verkehr außerhalb der Sperrzeiten zu verlangsamen und Falschparken zu vermeiden. Während der Testphase werden die Auswirkungen der Schulstraße durch Verkehrszählungen und eine Online-Umfrage auf der städtischen Webseite evaluiert. Auch die Schulkinder werden direkt befragt, um Rückmeldungen über die Veränderungen zu sammeln.

Die Stadt Freiburg engagiert sich seit Jahren für sichere Schulwege und die Förderung der selbständigen Mobilität von Kindern. Dazu gehören der Bau sicherer Querungsstellen, Tempo-30-Regelungen und Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr. Zudem wird ein Strategieprozess für ein schulisches Mobilitätsmanagement initiiert, um gemeinsam mit allen Beteiligten passende Maßnahmen zu entwickeln.

Oberbürgermeister Martin Horn äußerte sich erfreut über die Einführung der Schulstraßen als neues Instrument zur Verbesserung der Verkehrssicherheit: „Die Beschränkung des motorisierten Verkehrs vor Schulen zu bestimmten Zeiten verbessert die Sicherheit für unsere Kinder.“ Baubürgermeister Martin Haag fügte hinzu, dass aktuell auch weitere Pilotprojekte in Prüfung sind.

Bei Fragen zur neuen Schulstraße können Interessierte die Stabsstelle Mobilität unter der E-Mail-Adresse schulwege@freiburg.de kontaktieren.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Freiburg

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