Netze BW mahnt bei Erdarbeiten zu besonderer Vorsicht
Mit Beginn der Bausaison warnt Netze BW vor Schäden an unterirdischen Leitungen. Vor dem Graben sollten Bauherren und Eigentümer die Leitungslage prüfen.
Mit dem Frühlingsbeginn nimmt auch die Zahl der Bau- und Gartenarbeiten zu. Die Netze BW warnt in diesem Zusammenhang vor der Gefahr, bei Erdarbeiten unbemerkt Strom-, Gas-, Wasser- oder Telekommunikationsleitungen zu beschädigen.
Solche Schäden können nach Angaben des Unternehmens nicht nur zu Versorgungsunterbrechungen und hohen Reparaturkosten führen, sondern auch die Gesundheit gefährden. Möglich sind etwa Stromschläge oder Gasaustritte. Besonders im Niederspannungsbereich komme es im Frühjahr immer wieder zu unbeabsichtigten Beschädigungen, erklärte Andreas Herre, Leiter der Netzregion Donau bei Netze BW.
Eigentümer und Bauherren sind verpflichtet, sich vor Beginn von Erdarbeiten über die Lage der Leitungen zu informieren. Das kann über die örtlichen Netzbetreiber oder über Online-Leitungsauskunftsportale wie die BIL erfolgen. Auch Netze BW bietet entsprechende Auskünfte über die eigene Homepage an.
Wichtig sei zudem, sich nicht allein auf alte Pläne zu verlassen. Gerade bei älteren Leitungen könne die tatsächliche Lage oder Tiefe von den Unterlagen abweichen. Im Schutzbereich von Leitungen müsse mit besonderer Vorsicht gearbeitet werden; dort sei Handschachtung vorgeschrieben. Werden Leitungen freigelegt, müsse der Netzbetreiber oder das Versorgungsunternehmen umgehend informiert werden.
Bei Arbeiten im Bereich von Hochspannungs- oder Hochdruckleitungen ist nach Angaben von Netze BW mindestens drei Wochen vor Beginn eine schriftliche Stellungnahme einzuholen.