Museum für Neue Kunst macht Sport und Kunst zum gemeinsamen Spielfeld
Im Museum für Neue Kunst startet am Freitag, 1. Mai 2026, die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“. Sie verbindet internationale Kunstwerke mit Fragen nach Regeln, Teilhabe und Leistung.
Das Museum für Neue Kunst in Freiburg verwandelt sich ab dem morgigen Freitag, 1. Mai 2026, in ein Spielfeld. Mit der Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ rückt das Haus die Verbindung von Sport und Kunst in den Mittelpunkt und stellt Fragen nach Regeln, Leistung, Teilhabe und dem Umgang mit Hindernissen.
Die Schau läuft bis Sonntag, 11. Oktober 2026. Schirmherr ist der ehemalige SC-Freiburg-Trainer Christian Streich, der mit Audio-Kommentaren zu einzelnen Kunstwerken in der Ausstellung vertreten ist.
17 internationale Künstler setzen sich in teils raumgreifenden Arbeiten mit den sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Seiten des Sports auseinander. Dabei geht es unter anderem um Zugangshürden, Vorurteile, Verletzlichkeit, Gewinnen und Verlieren. Nach Angaben des Museums sollen die Werke neue Perspektiven auf ein Massenphänomen eröffnen, das Menschen verbindet, aber nicht für alle gleichermaßen zugänglich ist.
Viele Arbeiten laden zum Mitmachen ein. So zeigt Basim Magdy mit „PINGPINPOOLPONG (or how I learned to laugh at failure)“ eine Tischtennisinstallation, bei der Hindernisse die Flugbahn des Balls unberechenbar machen. Mario* Sinnhofer irritiert mit eckigen Bällen in „VFB versus BALL“, die inzwischen auch im Training von Profivereinen eingesetzt werden. Yoko Onos Schachspiel „Play It By Trust“ aus dem Jahr 1966 besteht vollständig aus weißen Elementen und lenkt den Blick auf Vertrauen und gemeinsames Handeln.
Mehrere Werke wurden eigens für Freiburg weiterentwickelt oder neu geschaffen. Basim Magdy zeigt mit „Discovering Fire“ eine Serie von Polaroids, die den Versuch dokumentieren, übergroße Gegenstände in einen Basketballkorb zu werfen. Thenjiwe Niki Nkosi erweitert ihre Soundarbeit „Arena VI“ und realisiert mit „Notes on Falling“ eine Wandinstallation zum Moment des Fallens im Sport.
Zum Begleitprogramm gehören wöchentliche Schnupperkurse des Vereins Benefit, die teilweise auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Angeboten werden unter anderem Line Dance, Capoeira und Pilates. Außerdem gibt es einen Bewegungs- und Trainingsworkshop des Künstlers Georg Winter zur „Annemarie-Methode“, digitale Künstlergespräche mit Thenjiwe Niki Nkosi und Guido van der Werve sowie einen Poetry Slam zum Thema „Höher, schneller, weiter?“. Auch für Familien sind Veranstaltungen geplant, bei denen gekickt, geworfen und jongliert wird.
Die Ausstellung versammelt Arbeiten von Astrid Heibach, Basim Magdy, Erwin Wurm, Guido van der Werve, Jack Goldstein, Jean Jacoby, Lygia Clark, Mark Bradford, Mario* Sinnhofer, Michael Klant, Pelle Cass, R. Eric McMaster, Thenjiwe Niki Nkosi, Thomas Liu Le Lann, Valie Export, Yoko Ono und Zuzanna Janin. Das Museum für Neue Kunst hat die Schau gemeinsam kuratiert. Entstanden ist das Projekt in Kooperation mit den Vereinen Benefit und Ring Freiburg, unterstützt von der Renate und Waltraut Sick Stiftung.
Das Museum für Neue Kunst in der Marienstraße 10a ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Fördervereins, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei.