Neue MRTs sollen Untersuchungen für Patienten erleichtern
Foto:Universitätsklinikum Freiburg
Am Universitätsklinikum Freiburg ist am heutigen Donnerstag, 21. Mai 2026, das europaweit erste MRT-System vom Typ Magnetom Flow.Elite P70 von Siemens Healthineers in Betrieb genommen worden. Das Gerät soll Untersuchungen für Patienten angenehmer machen, Abläufe im Klinikalltag erleichtern und zugleich ressourcenschonender arbeiten als viele herkömmliche MRT-Systeme. Ein baugleiches Gerät soll in den kommenden Wochen auch am Campus Bad Krozingen in Betrieb genommen werden.
Das neue MRT-System bietet Patienten mehr Platz, erleichtert die Lagerung und kann damit besonders Menschen mit Platzangst, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Übergewicht entlasten. Die Öffnung des Geräts hat einen Durchmesser von 70 Zentimetern und ist damit breiter als bei vielen bisherigen Modellen. Zudem ist die Untersuchungsröhre kürzer.
„Für viele Patientinnen ist eine MRT-Untersuchung mit Anspannung verbunden – etwa wegen der engen Röhre, langer Liegezeiten oder Schmerzen beim Umlagern“, sagt Prof. Dr. Fabian Bamberg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg. „Das neue System hilft uns, Untersuchungen besser an die Bedürfnisse der Patientinnen anzupassen. Der Fortschritt liegt dabei besonders in der Kombination aus mehr Komfort, verlässlicher Bildgebung und einfacheren Abläufen.“
Durch die offenere Bauweise und die stabilere Lagerung können Untersuchungen ruhiger ablaufen. Die Belastung durch langes Stillliegen oder ungewohnte Positionen wird reduziert. Auch die Geräuschbelastung soll minimiert werden. Automatisierte Programme unterstützen die Abläufe rund um die Untersuchung und können dazu beitragen, Untersuchungen gleichmäßiger und planbarer durchzuführen. Für Patienten kann dies kürzere Vorbereitungszeiten und möglicherweise weniger Wiederholungsaufnahmen bedeuten.
Auch das medizinische Personal soll von der neuen Technik profitieren. Standardisierte Untersuchungsabläufe und KI-gestützte Bildverarbeitung können die Arbeit erleichtern und gleichzeitig eine konstante Bildqualität unterstützen. Dadurch lassen sich Untersuchungen effizienter organisieren und vorhandene Kapazitäten besser nutzen.
Ein weiterer Vorteil liegt nach Angaben des Universitätsklinikums in der ressourcenschonenden Technik. Das MRT-System muss nicht dauerhaft extrem gekühlt werden und kommt während seiner gesamten Lebenszeit mit etwa 0,7 Litern Helium aus. Bisherige Systeme benötigten etwa 1700 Liter. Zudem verbrauchen die neuen Geräte 30 bis 40 Prozent weniger Strom als die Altsysteme, die demontiert wurden.
Am Campus Bad Krozingen soll das baugleiche System vor allem Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen sowie Patienten mit Herzschrittmachern und anderen kardialen Medizinprodukten zugutekommen.