Freiburg warnt vor hoher Waldbrandgefahr bis mindestens Samstag
In Freiburg gilt bis mindestens Samstag, 30. Mai 2026, die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe. Offenes Feuer, Rauchen und Grillen sind vielerorts verboten.
In Freiburg gilt bis mindestens kommenden Samstag, 30. Mai 2026, die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe 4. Das geht aus der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes hervor. Stadt und Feuerwehr warnen deshalb vor erhöhter Brandgefahr in Wäldern, Grünanlagen und auf Parkflächen.
Nach Angaben der Stadt sind bislang keine Vegetationsbrände entstanden. Damit das so bleibt, bitten das Forstamt und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz um besondere Vorsicht. Wer einen Waldbrand bemerkt, soll unverzüglich die Feuerwehr unter 112 oder die Polizei unter 110 informieren.
Im Wald und in einem Abstand von 100 Metern zum Wald ist offenes Feuer außerhalb eingerichteter Grillstellen verboten. Auch das Rauchen ist dort untersagt. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet und mit Verwarnungs- oder Bußgeldern belegt werden. Die Stadt weist zudem darauf hin, dass auch weggeworfene Zigarettenkippen Brände auslösen können.
Bei der derzeit geltenden Gefahrenstufe 4 sind im Freiburger Stadtwald außerdem Holzfeuer innerhalb offizieller Grillstellen verboten. Erlaubt ist dort nur das Grillen mit Grillkohle. Die glühende Kohle muss vollständig gelöscht werden, bevor die Grillstelle verlassen wird. Sollte die Gefahrenstufe 5 erreicht werden, wäre nach Angaben der Stadt auch das Grillen mit Holzkohle in den offiziellen Grillstellen untersagt; eine solche Verschärfung prognostiziert der Deutsche Wetterdienst derzeit aber nicht.
Auch in Grün- und Parkanlagen sind Feuermachen und Grillen derzeit verboten. Solche Aktivitäten sind dort grundsätzlich nur auf zugelassenen Feuerstellen und in ausgewiesenen Grillzonen erlaubt, bei Waldbrand-Gefahrenindex 4 im Stadtgebiet aber untersagt. Verstöße können ebenfalls als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
Waldbesucher sollen Zufahrtswege freihalten und Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen. Autos sollten nicht auf trockenem Bodenbewuchs, Laub oder trockenem Gras stehen, weil heiße Katalysatoren oder Auspuffteile die Vegetation entzünden können.
Die Feuerwehr Freiburg erinnert daran, dass Waldbrände meist von Menschen verursacht werden. Wichtig sei zudem, Brände schnell zu melden und den Einsatzkräften eine möglichst genaue Ortsbeschreibung zu geben. Dafür eignen sich unter anderem Rettungspunkte des Forstamtes, bekannte Parkplätze, Waldweg-Namen oder Wegweiser von Wander- und Mountainbikestrecken.
Die Feuerwehr Freiburg beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit 2012 intensiv mit Vegetationsbränden und hat gemeinsam mit dem Forstamt einen Einsatzplan abgestimmt. Auch die Abteilungen Waltershofen und Kappel der Freiwilligen Feuerwehr sind als Sondereinheiten speziell für solche Einsätze ausgebildet.