Polizei warnt vor Betrugsmasche mit angeblicher Notlage

Foto:Bastian Kroll
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Die Polizei warnt im Raum Freiburg und in den Landkreisen vor Trickbetrügern, die eine angebliche Notlage vortäuschen und hilfsbereite Menschen um Geld bitten. Nach Angaben der Polizei häufen sich derzeit entsprechende Vorfälle und Hinweise.
Die Täter kündigen an, das geliehene Geld bereits nach wenigen Tagen zurückzahlen zu wollen. Als vermeintliche Sicherheit bieten sie häufig angeblich hochwertige Armbanduhren, Goldschmuck oder originalverpackte Smartphones an. Dabei behaupten sie nach Polizeiangaben oft, es handele sich um wertvollen Goldschmuck oder Familienschmuck. Tatsächlich sei der angebotene Schmuck jedoch wertloser Modeschmuck, der lediglich goldfarben ist und teilweise gefälschte Goldstempel trägt. Die hinterlassenen Sicherheiten entpuppten sich später als wertlos, ausgetauschte Personalien oder Telefonnummern seien in der Regel gefälscht oder nicht erreichbar.
Nach Angaben der Polizei treten die Täter in kleinen Gruppen oder als hilfesuchende Familie auf. Nicht selten geben sie vor, Touristen zu sein oder sich auf der Durchreise zu befinden. Häufig nutzen sie hochwertig wirkende Fahrzeuge. Die angeblich dringliche Notlage werde emotional geschildert, um Druck aufzubauen und die Opfer zu einer schnellen Zahlung zu bewegen.
Die Betrüger halten Fußgänger oder Autofahrer an oder sprechen Menschen auf Rastanlagen an. Als angebliche Notlagen werden nach Polizeiangaben unter anderem ein liegen gebliebenes Fahrzeug, ein leerer Tank, eine verlorene oder gestohlene Geldbörse oder ein dringender Geldbedarf für Kraftstoff, Reparaturen, die Heimreise, eine medizinische Behandlung oder Medikamente genannt.
Der Modus Operandi mit der vorgetäuschten Autopanne tritt häufig im Bereich von Tank- und Rastanlagen sowie Pendlerparkplätzen auf und wird als „Autobahngold“ bezeichnet. Die Polizei warnt bereits seit längerer Zeit vor dieser Betrugsmasche. Sie trete regelmäßig entlang von Autobahnen und Fernstraßen auf und werde häufig von reisenden Tätergruppierungen begangen. Auch im Stadtgebiet Freiburg seien bislang mehrere ähnlich gelagerte Fälle bekannt geworden.
Die Polizei empfiehlt, keine Geldbeträge gegen Schmuck oder andere Wertgegenstände zu tauschen. Bei angeblichen Notlagen sollte stattdessen Hilfe durch die Polizei oder einen Pannendienst angeboten werden. Zudem sollten Kennzeichen, Fahrzeugtyp und Personenbeschreibung notiert werden. Bei Verdachtsfällen sollte die Polizei über den Notruf 110 informiert werden.