Theater Freiburg für ZukunftsGut-Preis nominiert
Das Theater Freiburg steht mit seinem Konzept „Mitmachen!“ auf der Shortlist des bundesweiten Kulturvermittlungspreises ZukunftsGut 2026. Die Jury der Commerzbank-Stiftung nominierte das Theater gemeinsam mit sieben weiteren Kultureinrichtungen in der Kategorie „Urbaner Raum“.
Aus insgesamt 228 Bewerbungen wurden 16 Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland für die Endauswahl ausgewählt. Der mit insgesamt 80000 Euro dotierte ZukunftsGut-Preis zeichnet Institutionen aus, die kulturelle Bildung und Teilhabe als zentrale strategische Aufgabe verstehen und innovative Wege der Öffnung, Beteiligung und Vernetzung entwickeln. In den beiden Kategorien „Urbaner Raum“ und „Ländlich-kleinstädtischer Raum“ ist der erste Platz jeweils mit 25000 Euro dotiert, der zweite mit je 10000 Euro und der dritte mit je 5000 Euro.
Mit dem Intendanzstart von Felix Rothenhäusler wurde am Theater Freiburg der neue Bereich „Mitmachen!“ ins Leben gerufen. Er schafft vielfältige Möglichkeiten für die Menschen der Stadt, künstlerisch aktiv zu werden, eigene Perspektiven einzubringen und das Theater als Ort der Begegnung und Mitgestaltung zu erleben. Seit Beginn der Spielzeit 2025/2026 verbindet der Bereich spartenübergreifend alle künstlerischen Bereiche des Hauses.
„Mitmachen!“ umfasst insgesamt 30 Angebote. Dazu gehören Mehrgenerationenprojekte, Produktionen mit professionellen und nicht professionellen Beteiligten, Projekte im Stadtraum, Orchesterprojekte sowie neun Tanz- und Spielclubs für Kinder und Erwachsene. Ein weiteres Format ist „Bei Anruf Chor!“, mit dem der Kinder- und Jugendchor soziale Einrichtungen der Stadt besucht.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, vor, auf und hinter der Bühne Barrieren abzubauen, Zugänglichkeit zu erleichtern und „Aesthetics of Access“ als neuen Bereich zu etablieren. Damit greift „Mitmachen!“ zentrale Anliegen des diesjährigen Wettbewerbs auf, der die Themen Community Building und institutionelle Transformation in den Mittelpunkt stellt.
Die Fachjury würdigt insbesondere Kultureinrichtungen, die Vermittlung als organisationsübergreifende Kernaufgabe verstehen und vielfältige Zugänge für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen schaffen.
Die Preisträger werden am Mittwoch, 24. Juni 2026, in Frankfurt am Main bekanntgegeben.