Freiburger Fahrschule finanziert ehemaligem HNO-Patienten den Führerschein
Die Freiburger Academy Fahrschule Fiek hat einem ehemaligen Patienten der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg die Führerscheinausbildung finanziert. Die Fahrschule übernahm nach Angaben des Klinikums Kosten in Höhe von 4.000 Euro.
Till Dähmcke hatte vor mehreren Jahren am Universitätsklinikum Freiburg zwei Cochlea-Implantate erhalten. Inzwischen hat er sein Abitur bestanden und parallel die Fahrprüfung abgelegt. Ab Herbst 2026 bereitet er sich auf ein duales Studium vor.
„Till Dähmckes Weg zeigt, wie moderne Medizin Selbstständigkeit im Alltag stärken kann“, sagt Prof. Dr. Roland Laszig, ehemaliger Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. Sein Dank gelte der Academy Fahrschule Fiek für die Unterstützung auf dem Weg zu mehr Mobilität.
Die Geschäftsführerin der Fahrschule, Brida Fiek, hatte bereits vor mehreren Jahren zugesagt, einem Patienten des Universitätsklinikums den Führerscheinerwerb zu ermöglichen, sobald dieser alt genug sei und den Wunsch dazu habe. Dieses Versprechen wurde nun eingelöst.
„Wir wollten einem jungen Menschen nicht nur Fahrstunden ermöglichen, sondern ein Stück Freiheit und Eigenständigkeit schenken“, erklärt Fiek. Dass Till Dähmcke diesen Weg erfolgreich gegangen sei, freue sie sehr.
Ein Cochlea-Implantat ist eine elektronische Hörprothese. Es kann Menschen helfen, die Sprache trotz Hörgerät kaum oder gar nicht verstehen. Das Implantat wird operativ eingesetzt und regt den Hörnerv direkt mit elektrischen Signalen an. Nach dem Eingriff lernen die Patienten schrittweise, diese Signale als Sprache und Geräusche zu deuten. Am Universitätsklinikum Freiburg werden sie dabei von spezialisierten Teams begleitet.