Südbaden bündelt Kräfte für mehr Innovation
Wirtschaft und Wissenschaft schmieden Bündnis, um die Region fit für die Zukunft zu machen
Foto:IHK Südlicher Oberrhein
Mit einem klaren Auftrag für die Zukunft hat sich das neue Regionalboard für das regionale Innovationssystem (RIS) am Südlichen Oberrhein und Hochrhein konstituiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und intermediären Einrichtungen trafen sich in Freiburg, um die Innovationslandschaft der Region voranzubringen. Das von Land und EU geförderte Projekt soll nach der wichtigen ersten Weichenstellung dauerhaft fortgeführt werden.
„Für die IHK Südlicher Oberrhein hat das Thema Innovation über die aktuelle Förderperiode hinaus eine hohe strategische Bedeutung“, sagt Michael Löffler, der IHK-Fachbereichsleiter für Innovation und Digitalisierung. In das RIS sollen sowohl lokale Initiativen wie auch bereits vergangene Projekte integriert werden. „Gemeinsam sind wir stark“, so Löffler.
Südbaden verfügt mit der Universität Freiburg, den Fraunhofer-Instituten, Hahn-Schickard und mehreren Hochschulen über eine starke Forschungsbasis. Hinzu kommen Kompetenzen in Zukunftsfeldern wie Life Sciences, Künstliche Intelligenz oder nachhaltige Energiesysteme. Unterstützt wird dies durch eine Vielzahl an Programmen, die Unternehmen und Forschung miteinander verbinden, sowie durch enge Verflechtungen mit der Schweiz und Frankreich. „Unsere Region bietet überragende Voraussetzungen für Innovationen“, sagt Löffler, der aber auch auf eine Schwäche hinweist: „Bislang fehlt es an einer übergeordneten Strategie, die Aktivitäten der vielen Akteure zu bündeln. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stoßen beim Zugang zu Innovationsangeboten häufig auf Hürden oder kennen nicht das hiesige Angebot.“
Bei dem RIS-Treffen waren sich alle Beteiligten einig: Die Region müsse ihre Innovationskraft sichtbarer nach außen tragen, den Wissenstransfer für kleine und mittlere Unternehmen deutlich vereinfachen und die Zusammenarbeit der zahlreichen Organisationen enger verzahnen. „Wir haben Stärken und Schwächen offen auf den Tisch gelegt. Jetzt geht es darum, die Maßnahmen umzusetzen und Südbaden als Innovationsregion sichtbarer und schlagkräftiger zu machen“, bilanziert IHK-Experte Löffler.