Endress+Hauser plant neuen Unternehmenscampus im Freiburger Industriegebiet Nord
Die Endress+Hauser Gruppe, ein Anbieter von Mess- und Automatisierungstechnik, investiert in Freiburg und will im Industriegebiet Nord einen neuen Unternehmenscampus im Green Industry Park errichten. Dafür hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ein rund 20.000 Quadratmeter großes Grundstück von der Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG (FWI) erworben. Für das Gesamtprojekt ist ein hoher zweistelliger Millionenbetrag veranschlagt.
Geplant sind ein sechsstöckiges Bürogebäude mit Schulungsräumen sowie ein zweistöckiges Produktionsgebäude mit Erweiterungsoption, insgesamt mit mehr als 15.000 Quadratmetern Nutzfläche. Grünflächen zwischen den Gebäuden sollen das Arbeitsumfeld prägen. „Wir investieren in Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit, schaffen attraktive Arbeitsplätze, effiziente Abläufe und Raum für weiteres Wachstum“, betont Dr. Peter Selders, CEO der Endress+Hauser Gruppe. Rund 450 Arbeitsplätze, die bislang über die Region Freiburg verteilt sind, sollen dort gebündelt werden. Das Vorhaben befindet sich noch in einer Entwurfsphase, die Angaben zu Eckpunkten sind als vorläufig beschrieben.
Auf dem Campus sollen verschiedene Aktivitäten zusammengeführt werden, darunter der Freiburger Standort des IT-Dienstleisters Endress+Hauser InfoServe, die Produktion von Analysatoren für Gas- und Staubmessung des Joint Ventures Endress+Hauser SICK sowie Vertriebs- und Serviceeinheiten von Endress+Hauser Deutschland. „Wir unterstützen unsere Kunden in ihrer nachhaltigen Transformation und wollen auch selbst nachhaltiger werden. Deshalb legen wir großen Wert auf energieeffiziente Gebäudekonzepte und moderne Betriebstechnik“, erklärt Pieter de Koning, CIO der Firmengruppe und Projektverantwortlicher. FWI-Geschäftsführer Stephan Schoeller sagt: „Die erfolgreiche Ansiedlung der Endress+Hauser Unternehmensgruppe gemeinsam mit dem Endress+Hauser SICK Joint-Venture freut uns sehr. Sie bestätigt unseren Ansatz einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Arealentwicklung, bei der wir die wenigen verfügbaren Flächen optimal und mit hohem Qualitätsanspruch gestalten. Dies zeigt, dass unser Vorgehen ein entscheidender Standortvorteil für die Gewinnung neuer Unternehmen sein kann.“
Auch Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn begrüßt die Pläne. „Die Ansiedlung von Endress+Hauser ist ein klares Bekenntnis zum Standort Freiburg und ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung des Green-Industry-Parks.“ Bernd Rigl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau und FWI-Aufsichtsrat, erklärt: „Nach der Ansiedlung von Intuitive Surgical zeigt nun auch die erfolgreiche Vermarktung einer weiteren Fläche an die Endress+Hauser Unternehmensgruppe, dass das vor über 30 Jahren gegründete Public-Private-Partnership-Modell FWI auch in Zeiten zunehmender Flächenknappheit erfolgreiche Arealentwicklung und Unternehmensansiedlungen umsetzt.“ Hanna Böhme, Geschäftsführerin der FWTM und FWI-Aufsichtsrätin, sagt: „Mit der Arealentwicklung der FWI im Industriegebiet Nord wird der seit über zehn Jahren verfolgte Ansatz des ‚Green-Industry-Parks‘, eines nachhaltigen, energie- und ressourceneffizienten Industriegebietes, konsequent weiterverfolgt und kann sich mit den Ansiedlungen von Intuitive Surgical, Endress+Hauser und weiteren, die noch folgen sollen, zu einem Areal mit bundesweitem Modellcharakter entwickeln.“
Weitere Informationen sind unter www.endress.com zu finden.