ver.di ruft im Rahmen der Länder-Tarifrunde zum Warnstreik an der Universität Freiburg auf

Am Mittwoch, 28. Januar 2026

[FREIBURG]

In der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder erhöhen Beschäftigte der Hochschulen, Studierendenwerke und Forschungseinrichtungen am kommenden Mittwoch, 28. Januar 2026, mit einem bundesweiten Branchenstreiktag den Druck. In Freiburg ruft ver.di an der Albert-Ludwigs-Universität zum Warnstreik und zu einer Demonstration ab 12 Uhr durch die Freiburger Innenstadt auf. Gestartet wird vor dem Freiburger Gewerkschaftshaus. „Beschäftigte aus dutzenden Hochschulen und Studierendenwerken setzen an diesem Tag ein starkes Zeichen in Richtung Arbeitgeber: Diese müssen sich bei den Tarifverhandlungen endlich bewegen“, sagte Gabriele Strnad, ver.di Gewerkschaftssekretärin im Bezirk Südbaden Schwarzwald. „Gerade in Zeiten großer technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es eine starke Wissenschaft – dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“

„Die Arbeitgeber der Länder verweigern sich bislang ernsthaften Verhandlungen. Während die Beschäftigten tagtäglich dafür sorgen, dass Lehre, Forschung und Verwaltung an den Hochschulen funktionieren, legt die TdL nicht einmal ein Angebot vor“, kritisiert Michael Herbstritt, Bezirksgeschäftsführer von ver.di Südbaden Schwarzwald. „Steigende Preise, hohe Arbeitsbelastung und unsichere Beschäftigungsverhältnisse sind für viele Kolleginnen und Kollegen längst Realität. Wer eine leistungsfähige und zukunftsfähige Wissenschaft will, muss jetzt bereit sein, in gute Arbeit und faire Bezahlung zu investieren. Der Warnstreik ist ein klares Signal: So geht es nicht weiter.“

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 15./16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. ver.di fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem will ver.di erreichen, dass der Tarifvertrag auch für studentische Hilfskräfte gilt. „Ohne die studentischen Beschäftigten würde der Hochschulbetrieb nicht funktionieren. Sie brauchen endlich einen Tarifvertrag, der verlässlich und im Zweifelsfall einklagbar ist“, erklärte Gabriele Strnad, ver.di Gewerkschaftssekretärin im Bezirk Südbaden Schwarzwald. In der letzten Tarifrunde konnte ver.di eine sogenannte schuldrechtliche Vereinbarung erreichen, die Mindeststandards bei Bezahlung, Vertragslaufzeiten und Stundenumfängen vorsieht. Diese werden jedoch nicht überall eingehalten und können nicht individuell juristisch durchgesetzt werden.

„Ob studentische Beschäftigte, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Beschäftigte in Technik und Verwaltung oder in den Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen – alle am Campus sind für gute Lehre und Forschung wichtig“, betonte Gabriele Strnad, ver.di Gewerkschaftssekretärin im Bezirk Südbaden Schwarzwald. „Schon jetzt gibt es vielerorts Probleme, freie Stellen zu besetzen. Die Hochschulen müssen als Arbeitgeber attraktiv sein, um ihre gesellschaftlich so wichtige Aufgabe zu erfüllen. Dafür setzen wir uns gemeinsam ein.“

Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt.

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