Land fördert Digitales Innovationszentrum am Universitätsklinikum Freiburg mit 25 Millionen Euro

[FREIBURG]

Das Universitätsklinikum Freiburg erhält vom Land Baden-Württemberg 25 Millionen Euro für den Aufbau einer diagnostischen und therapeutischen Forschungs- und Entwicklungseinheit im Digitalen Innovationszentrum (DIGIZ). Die Förderung wurde am gestrigen Dienstag, 10. Februar 2026, vom Kabinett der baden-württembergischen Landesregierung auf Vorschlag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beschlossen.

Mit dem DIGIZ entsteht in Freiburg ein bundesweit neuartiges Innovations- und Translationszentrum an der Schnittstelle von Medizintechnik, Digitalisierung und klinischer Patientenversorgung. Ziel ist es, Innovationen insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, moderne Bildgebung und datenbasierte Präzisionsmedizin strukturiert und zügig in die medizinische Praxis zu überführen. Die Förderung ermöglicht Investitionen in hochmoderne bildgebende Diagnostik, leistungsfähige IT-Infrastruktur sowie qualifiziertes Fachpersonal.

„Das DIGIZ ermöglicht es, klinische Exzellenz, moderne Medizintechnik und datengetriebene Innovationen mit KI systematisch zusammenzuführen. Dadurch schaffen wir einen nachhaltigen Mehrwert für PatientInnen sowie für den Gesundheits- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg“, sagt Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. Er verweist zudem auf die intensive, fast einjährige Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, die das Vertrauen in das Klinikum und in das Potenzial des Konzepts unterstreiche.

Im DIGIZ sollen Wissenschaft, klinische Versorgung und Industrie eng miteinander verzahnt werden. Die neue Forschungsinfrastruktur ist darauf ausgelegt, gezielt Start-ups sowie internationale Medizintechnik-Unternehmen anzuziehen, um gemeinsam innovative Therapien und marktfähige Produkte zu entwickeln. „Das DIGIZ stärkt Baden-Württemberg als führenden Standort für digitale Gesundheitsinnovationen. Es verbindet exzellente klinische Forschung mit industrieller Entwicklung und beschleunigt so den Transfer von Innovationen in die Versorgung und in den Markt“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.

Das Zentrum knüpft an bereits bestehende, vom Land geförderte Initiativen an, darunter die Projekte PC3 und PC3-AIDA sowie die Medizindaten-Infrastruktur MEDI:CUS. Ziel ist es, die digitale Vernetzung und den KI-gestützten Einsatz moderner Bildgebung weiter auszubauen.

Der Aufbau der geförderten Forschungs- und Entwicklungseinheit beginnt noch in diesem Jahr. Die Inbetriebnahme des Digitalen Innovationszentrums ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

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