Achtung: Amphibien-Wanderung beginnt in Freiburg
Mit dem Frühling startet die Wanderung von Fröschen und Kröten zu ihren Laichgewässern. Autofahrer und Radfahrer sollten besonders aufmerksam sein.
Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen – das frühlingshafte Wetter lädt viele Freiburger ein, die Natur zu genießen. Doch während die Menschen die ersten Sonnenstrahlen erleben, beginnt für Frösche, Kröten und andere Amphibien die wichtigste Reise des Jahres: ihre Wanderung zu den Laichgewässern.
In dieser Zeit müssen die Tiere Straßen, Rad- und Forstwege überqueren. Die Stadt Freiburg ruft daher alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, besonders aufmerksam zu sein und vor allem langsam zu fahren. Dies gilt insbesondere in der Dämmerung ab 18 Uhr und in den frühen Morgenstunden bis etwa 7 Uhr, wenn es hell wird. Bei warmen und feuchten Nächten sind besonders viele Amphibien unterwegs.
Männliche Amphibien suchen oft den Asphalt auf, da sie dort eine bessere Sicht haben und Weibchen leichter finden können. Dies erhöht zwar ihre Paarungschancen, birgt jedoch auch ein hohes Risiko, überfahren zu werden. Entsprechende Amphibienschilder warnen Rad- und Fahrzeugfahrer entlang bekannter Wanderstrecken.
Die Gefahren für die Amphibien sind in den letzten Jahrzehnten gestiegen, nicht nur durch Überfahren. Bereits bei Geschwindigkeiten über 30 Stundenkilometern können die Druckwellen von vorbeifahrenden Fahrzeugen die Tiere verletzen. Der Klimawandel und menschliche Eingriffe haben viele Laichplätze zerstört, was dazu führt, dass einige Arten in Baden-Württemberg in den letzten zehn Jahren mehr als 60 Prozent ihres Bestands verloren haben.
Umso wichtiger ist das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die sich jedes Jahr für den Schutz der Amphibien einsetzen. Im Kappler Kleintal, am kleinen Opfinger See und am Waldsee haben NABU und BUND Amphibienschutzzäune aufgestellt. Ehrenamtliche tragen dort viele Wochen lang Kröten, Frösche und Molche über die Straße. Auch am Radweg FR2 sammeln Helfer jeden Abend Bergmolche ein und bringen sie zu nahegelegenen Laichgewässern.
Neue Warnschilder wurden im Kappler Großtal, an der Eichhalde, an der Wintererstraße beim Haus Tobias in Herdern und am Schlierbergweg in der Unterwiehre aufgestellt, da dort viele Amphibien besonders an feuchten und warmen Abenden wandern. Die Stadt Freiburg bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht, um die Wanderung der Amphibien zu schützen.
Weitere Informationen zum Natur- und Artenschutz sind unter www.freiburg.de/naturschutz erhältlich.