Preis für innovatives Ausbildungskonzept am Universitätsklinikum Freiburg
Das Projekt „Chirurgische interprofessionelle Ausbildungsstation (ChipS)“ am Universitätsklinikum Freiburg ist mit dem Lehrkonzepte-Preis der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ausgezeichnet worden. Der Preis wurde beim DGOU-Jahreskongress Ende Oktober 2025 in Berlin an Dr. Andreas Frodl aus der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie stellvertretend für das gesamte Projektteam übergeben.
Das Ausbildungsprojekt ChipS bringt seit 2022 einmal jährlich Medizinstudierende im Praktischen Jahr, Auszubildende der Pflege sowie angehende Physiotherapeuten zusammen. Während einer vierwöchigen Praxisphase übernehmen die interprofessionellen Teams gemeinsam Verantwortung für die Versorgung von Patienten. Auf einer orthopädisch-unfallchirurgischen Station organisieren sie unter Anleitung erfahrener Lernbegleiter den Stationsalltag weitgehend eigenständig.
„Mit ChipS stärken wir die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen frühzeitig und vermitteln praxisnahe Kompetenzen für die spätere klinische Tätigkeit“, sagt Agnes Onnasch, Qualitätsmanagement-Beauftragte des Departments Chirurgie am Universitätsklinikum Freiburg und eine der Projektinitiatorinnen.
Auch aus Sicht der Klinikleitung hat das Projekt eine große Bedeutung für die Ausbildung. „Die interprofessionelle Ausbildungsstation zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen schon in der Ausbildung ist. Pflege, Medizin und Therapie lernen hier gemeinsam und verstehen so früh die Perspektiven der jeweils anderen“, sagt Stefanie Bieberstein, Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Freiburg. „Dass dieses Konzept mit dem Lehrkonzepte-Preis ausgezeichnet wurde, unterstreicht seine Bedeutung für eine moderne Ausbildung und eine hochwertige Patientenversorgung.“