Bürger bringen Ideen zur Zukunft des Festplatzes ein

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Rund 100 Bürger haben am vergangenen Mittwoch, 15. April, in der Steinhalle über die Zukunft des Festplatzes diskutiert. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam Ideen für die künftige Nutzung und Gestaltung der zentral gelegenen Fläche zu entwickeln. Der Festplatz gilt als zentrale Fläche am Stadteingang und wird derzeit überwiegend als Parkplatz genutzt.

Die Entwicklung des Areals wird bereits seit den 1990er-Jahren diskutiert. Hintergrund der aktuellen Planungen sind unter anderem der steigende Wohnraumbedarf, Anforderungen des Klimaschutzes, veränderte Mobilitätsformen sowie der demografische Wandel. Ziel ist die Schaffung eines neuen innerstädtischen Quartiers mit dem Schwerpunkt Wohnen, ergänzt durch weitere Nutzungen.

Vor der Umsetzung ist ein städtebaulicher Wettbewerb vorgesehen. Wie ein solcher Wettbewerb abläuft und warum auf diesem Weg die besten Lösungen gefunden werden können, erläuterte Silas Wochele vom Architekturbüro kohler grohe architekten.

Nach einer Einführung in die Potenziale des Festplatzes durch Dorit Träger, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung, arbeiteten die Teilnehmenden in thematischen Gruppen zu den Bereichen Freiräume und Umwelt, Wohnen und Soziales, Städtebau sowie Verkehr und Mobilität. Begleitet von Moderatoren des Büros memoU für nachwirkende Kommunikation tauschten sie zunächst in kleinen Gruppen Ideen aus, die anschließend im Plenum weiterentwickelt wurden. Fachleute aus der Stadtverwaltung standen für Rückfragen zur Verfügung, griffen jedoch nicht in die Diskussionen ein. Auch Mitglieder des Gemeinderats sowie Oberbürgermeister Stefan Schlatterer verfolgten die Gespräche.

Inhaltlich reichten die eingebrachten Ideen von Sichtachsen und Gebäudehöhen über den Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zu sozialem Wohnraum und altersgerechten Wohnformen. Auch das Thema Parken wurde berücksichtigt und an einem gesonderten Informationstisch vertieft behandelt.

Die Beiträge wurden anschließend eingeordnet, je nachdem, ob es sich um Einzelmeinungen oder breit getragene Vorschläge handelte. Viele Ideen stießen auf große Zustimmung. In einem weiteren Schritt wechselten einige Teilnehmende die Gruppen, um die Ergebnisse der anderen zu ergänzen und zu kommentieren.

Die frühzeitige Beteiligung der Bürgerschaft war ausdrücklich gewünscht. Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in die Aufgabenstellung für den geplanten Wettbewerb ein und sollen im Mai als Bestandteil des Auslobungstextes im Stadtrat veröffentlicht werden.

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