Antisemitische Schmierereien an koscherem Foodtruck in Freiburg verurteilt

Im Colombipark ist ein Foodtruck mit koscherem Angebot Ziel antisemitischer Schmierereien geworden. Stadt, Religionsgemeinschaften und Institutionen verurteilen den Vorfall scharf.

[FREIBURG IM BREISGAU]

Im Colombipark in Freiburg ist ein Foodtruck Ziel antisemitischer Schmierereien und Vandalismus geworden. Stadtverwaltung, Religionsgemeinschaften und weitere Institutionen haben den Vorfall deutlich verurteilt. Oberbürgermeister Martin Horn sprach von einem Angriff auf jüdisches Leben im öffentlichen Raum.

Der betroffene Foodtruck gehört zu einem städtischen Probelauf für mobile Gastronomie auf öffentlichen Grünflächen. Die Stadt testet seit diesem Frühjahr erstmals entsprechende Standorte. Der Platz im Colombipark zählt dabei zu den zentralen und gut sichtbaren Flächen.

Nach Angaben der Stadt steht der aktuelle Vorfall nicht für sich allein. Bereits Ende Februar hatte es im Seepark Sachbeschädigungen an der dort erstmals eingerichteten Ramadan-Beleuchtung gegeben. Beide Fälle zeigten, dass Angriffe auf Menschen wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft das friedliche Miteinander in der Stadtgesellschaft treffen, heißt es in der Mitteilung.

Horn erklärte, antisemitische Schmierereien seien in Freiburg inakzeptabel. Für Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus und jede andere Form von Hass und Hetze sei kein Platz. Wer Einrichtungen beschädige und Menschen wegen ihrer Religion angreife, stelle sich gegen die Werte des respektvollen Miteinanders.

Auch Vertreter der Israelitischen Gemeinde Freiburg, der Egalitären Jüdischen Gemeinde Gescher Freiburg, von Chabad Lubawitsch Freiburg, der Ahmadiyya Muslim Jamaat Freiburg, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit sowie der Evangelischen Kirche Freiburg verurteilten den Vorfall. Sie betonten ihre Solidarität mit dem Betreiber des Foodtrucks und mit jüdischem Leben in Freiburg.

Die Polizei hat nach Angaben der Stadt die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Freiburg im Breisgau

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