Freiburg schafft neue Proberäume für Bands am Eschholzpark

Am Rand des Eschholzparks stehen ab sofort neue Proberäume für Freiburger Bands bereit. Die Stadt hat dafür rund 1,6 Millionen Euro investiert.

[FREIBURG IM BREISGAU]

Freiburg hat seinen Mangel an Bandproberäumen mit einem neuen Standort am Rand des Eschholzparks entschärft. Auf dem Gelände der Edith-Stein-Schule sind ab sofort Räume für rund 20 Bands nutzbar. Die Stadt hat nach eigenen Angaben rund 1,6 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Entstanden sind 16 Holzmodule mit sieben Proberäumen von jeweils rund 35 Quadratmetern. Hinzu kommen ein Büroraum sowie sanitäre Anlagen. Die Stadt reagiert damit auf einen seit Jahren bestehenden Engpass in der freien Musikszene, in der geeignete Proberäume nur schwer zu finden sind.

Oberbürgermeister Martin Horn sprach von einer wichtigen Grundlage für die Entwicklung von Bands. Kulturbürgermeister Roland Meder verwies auf die Bedeutung des Projekts für Nachwuchsbands und bislang weniger sichtbare Gruppen. Nach Angaben der Stadt soll das Angebot auch kulturelle Teilhabe und Vielfalt stärken.

Den Betrieb übernimmt die Freiburger Musikerinitiative Multicore e.V. im Auftrag der Stadt. Der Verein vermietet die Räume an Bands und nutzt einen eigenen Raum für Vereinszwecke, Workshops und temporäre Probeanfragen. Für solche zeitlich begrenzten Nutzungen können sich Interessierte ab Anfang Mai direkt an Multicore e.V. wenden.

Über die Vergabe der Räume entschied ein Gremium mit Vertretern aus Stadt, Verein und Musikszene. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem die Förderung aktiver Bands, Nachwuchsarbeit, Diversität und die Teilhabe unterrepräsentierter Gruppen. Mindestens ein Bandmitglied muss seinen Wohnsitz in Freiburg haben.

Die Stadt hatte das Projekt gemeinsam mit dem Immobilienmanagement Freiburg, einem externen Architekturbüro und dem Kulturamt umgesetzt. Hintergrund ist der hohe Bedarf an Proberäumen, der sich durch den Bau neuen Wohnraums und den Wegfall früherer Nutzungen weiter verschärft hat. Das neue Modell mit speziell angefertigten Modulen in Holzbauweise wird in Freiburg erstmals eingesetzt.

Der Standort an der Edith-Stein-Schule ist zunächst für fünf Jahre vorgesehen. Parallel prüft die Stadt nach eigenen Angaben langfristige Perspektiven für das Angebot.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Freiburg im Breisgau

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