Freiburger Immobilienmarkt bleibt in Bewegung
Der neue Immobilienmarktbericht zeigt für 2025 den höchsten Geldumsatz seit 1975. Zugleich steigen die Kaufzahlen wieder, während die Preisentwicklung etwas moderater ausfällt.
Der Freiburger Grundstücks- und Immobilienmarkt hat sich im Jahr 2025 weiter belebt. Nach Angaben der Stadt wurde der höchste Geldumsatz seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1975 erreicht. Auch die Zahl der Kaufverträge stieg erneut und lag wieder auf dem Niveau von 2021.
Gleichzeitig verteuerten sich Immobilien in einzelnen Teilmärkten weiter, allerdings langsamer als in den Vorjahren. Die Stadt verweist dabei auf gestiegene Baukosten, die gesamtwirtschaftliche Lage und sinkende Zinsen als Rahmenbedingungen des Marktes.
Im Freiburger Stadtgebiet wurden im vergangenen Jahr 14 Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser gehandelt. Hinzu kamen sieben Bauplätze für mehrgeschossige Gebäude mit und ohne gewerblichen Anteil. Im Neubau wurden bei Einfamilienhäusern 17 Käufe registriert.
Bei gebrauchten Reihenendhäusern und Doppelhaushälften lag der Durchschnittspreis bei rund 718.950 Euro. Die Objekte hatten im Schnitt etwa 142 Quadratmeter Wohnfläche und rund 348 Quadratmeter Grundstücksgröße. Der Quadratmeterpreis lag bei rund 5.120 Euro. Der Gutachterausschuss wertete in diesem Teilmarkt 51 Käufe aus.
Freistehende gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten im Schnitt rund 632.190 Euro. Bei einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 701 Quadratmetern und 169 Quadratmetern Wohnfläche entsprach das rund 5.350 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Hier lagen 40 ausgewertete Käufe zugrunde.
In Villenlage, also in 1A-Wohnlage, betrug der Quadratmeterpreis pro Wohnfläche rund 7.390 Euro. Eine durchschnittliche Villa kostete laut Bericht 2,3 Millionen Euro und hatte 1.200 Quadratmeter Grundstücksfläche sowie 315 Quadratmeter Wohnfläche. Der Gutachterausschuss wertete in diesem Segment 14 Käufe aus.
Insgesamt wurden 2025 225 Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft, nach 177 im Jahr 2024. Bei Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der Verkäufe auf 94 nach 87 im Vorjahr. Den größten Anteil am Markt hatte erneut der Bereich Wohnungs- und Teileigentum. Dort wurden 152 Neubauwohnungen veräußert, nach 141 im Jahr 2024.
Im Wiederverkauf von gebrauchten Wohnungen im Stadtgebiet Freiburg, ohne Tuniberggemarkungen und Hochdorf, wurden durchschnittlich rund 4.987 Euro je Quadratmeter Wohnfläche erzielt. 2024 lag der Wert bei rund 4.855 Euro. Auch hier gab es nach Angaben der Stadt deutliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen.
Baubürgermeister Martin Haag sagte, die Zahlen zeigten deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum weiterhin eine der größten politischen Herausforderungen sei. Mit neuen Baugebieten, vor allem Dietenbach, solle dem Druck auf den Wohnungsmarkt begegnet werden.
Der Immobilienmarktbericht 2025 des Gutachterausschusses für die Ermittlung von Grundstückswerten in Freiburg umfasst rund 100 Seiten und enthält aktuelle Daten zu den wesentlichen Teilmärkten. Er kann online unter www.freiburg.de/immobilienmarktbericht oder per Mail an gutachterausschuss@freiburg.de bestellt werden. Der Gutachterausschuss ist im Amt für Wohnraumentwicklung und Vermessung in der Berliner Allee 1 angesiedelt und erteilt Auskünfte unter der Telefonnummer 0761/201-4234.