Schneidereiche in Endingen zum Naturdenkmal erklärt

[ENDINGEN]

Der Landkreis Emmendingen hat ein weiteres Naturdenkmal. Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Emmendingen hat die „Schneidereiche“ auf der Gemarkung Endingen zum Naturdenkmal erklärt.

Die Traubeneiche ist rund 25 Meter hoch und hat einen Stamm mit einem Durchmesser von 150 Zentimetern. Sie wächst auf dem Weingut Schneider und prägt dort als markanter Einzelbaum das Ortsbild.

Die Untere Naturschutzbehörde sieht die Schutzwürdigkeit des Baumes aus mehreren Gründen als gegeben an. Die Schneidereiche hat mit ihrer graubraunen Borke und der ausgeprägten Baumkrone eine herausragende ortsbildprägende Bedeutung, da sie im überwiegend bebauten Umland deutlich herausragt. Darüber hinaus erfüllt der Baum als Habitatbaum eine wichtige ökologische Funktion für verschiedene Insekten-, Fledermaus- und Vogelarten.

Je älter und stärker ein Baum werden kann, desto höher wird seine ökologische Wertigkeit als Habitatbaum. Entlang des Stamms der Schneidereiche befinden sich zahlreiche Kleinstlebensräume, sogenannte Mikrohabitate. Dazu zählen unter anderem stellenweise abstehende Borke, eine Höhle am Stammfuß, Asthöhlen, Astlöcher und Totholz. Trotz extremer Trockenheitsereignisse in den Vorjahren wird die Vitalität des Baumes weiterhin als gut eingestuft.

Ziel der Verordnung ist es, den Baum in seiner markanten Eigenart und Schönheit zu sichern und seine ortsbildprägende Wirkung zu erhalten. Durch Schutz und kontinuierliche Pflege soll der langfristige Erhalt der Schneidereiche sichergestellt werden.

Die Verordnung ist unter www.landkreis-emmendingen.de/aktuelles/bekanntmachungen einsehbar.

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