Tierisch unterwegs im Schwarzwald

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Wandern kann zu einer der spannendsten Aktivitäten im Familienurlaub werden, zumindest auf den Themenwanderwegen im Schwarzwald. Sie versprechen aktives Naturerleben auch für kleine Wanderer. Lehrreich sind die speziell angelegten Pfade auf den Spuren von Kuckuck, Fledermaus, Wildkatze und weiteren Tieren. Bei geführten Wanderungen mit Eseln, Lamas, Alpakas, Ziegen oder Pferden lässt sich die abwechslungsreiche Natur des Schwarzwalds noch einmal besonders erleben.

Alle Tipps für einen spannenden Familienurlaub im Schwarzwald gibt es unter www.familie-schwarzwald.info.

Auf dem neuen Erlebnispfad „Flori Forelle“ in Oberkirch-Ödsbach begeben sich Familien auf eine Reise durch verschiedene Lebensräume. Entlang des Weges erfahren kleine und große Wanderer, welche Tiere und Pflanzen im Wasser, in der Luft, auf den Wiesen und in den Wäldern des Renchtals heimisch sind. Der zweite Streckenabschnitt richtet sich eher an technisch interessierte Entdecker und macht erlebbar, wie vielseitig der Rohstoff Holz ist, wie Trinkwasser entsteht und wie Strom aus Sonnenenergie gewonnen wird. Der 3,5 Kilometer lange Rundweg bietet zudem zahlreiche Spielstationen. Weitere Informationen gibt es unter www.renchtal-tourismus.de.

Wer wissen möchte, wie stark eine Ameise ist, aus welchem Holz Zauberstäbe gemacht sind und wie ein Flusskrebs aussieht, ist auf dem „Ameisenpfad“ in Friedenweiler-Rötenbach richtig. Auf dem etwa vier Kilometer langen Rundweg im Hochschwarzwald kommen Wanderer an zehn Stationen vorbei, an denen viel zu entdecken ist. Zudem ist es möglich, mit der abenteuerlustigen Ameise Amina beim Geocaching auf Schatzsuche zu gehen. Geräte mit Anleitung und ein Aufgabenzettel sind während der Öffnungszeiten in der Tourist-Information im Rathaus Rötenbach ausleihbar. Weitere Informationen gibt es unter www.friedenweiler.de.

Der Badische Riesenregenwurm wird bis zu 60 Zentimeter lang und kommt weltweit nur in der Region zwischen Feldberg, Belchen und Wiesental oberhalb von 1000 Metern Höhe vor. Ihm gewidmet ist der „Riesenregenwurmpfad“ an der Hohtann, der am 12. Juli 2026 nach umfangreicher Neugestaltung eröffnet wird. Der 1,5 Kilometer lange Rundweg liegt zwischen dem Wiedener Eck und dem Belchen. Familien begeben sich dort auf eine Heldengeschichte mit dem Riesenregenwurm „Rolf-Rosemarie“ als Protagonisten, der Kinder auf dem Weg begleitet und an sechs interaktiven Stationen in Aktion tritt. Weitere Informationen gibt es unter www.schwarzwaldregion-belchen.de.

Langer Schnabel, kurze Beine, bunte Federn und laute Schreie: Die Vogelwelt ist artenreich und vielfältig. Auf dem Vogelpfad „Rettet die Waldvögel“ in Kappelrodeck wurden einige heimische Arten ausgewählt und entlang des Weges dargestellt. An verschiedenen Stationen erfahren Wanderer Wissenswertes über Rotmilan, Schwarzstorch und Waldkauz. Start und Ziel der 2,5 Kilometer langen Tour ist der Wanderparkplatz Hofackerteich. Weitere Informationen gibt es unter www.nationalparkregion-schwarzwald.de.

Wie vielfältig die heimische Vogelwelt ist, zeigt auch der knapp zwei Kilometer lange Erlebnisweg „Kucky’s Vogelwelt“ in Lenzkirch im südlichen Schwarzwald. Neben Wissenswertem zum Kuckuck und seinen gefiederten Freunden gibt es an jeder Station eine kleine Aufgabe. Kinder können dort unter anderem die Jahresringe eines Baumes zählen, auf einem Xylophon spielen oder Kletterstämme erklimmen. Weitere Informationen gibt es unter www.hochschwarzwald.de.

Mit 385 Arten ist der Kaiserstuhl am Westrand der Ferienregion Schwarzwald die wildbienenreichste Gegend Deutschlands. Auf dem 5,5 Kilometer langen „Wildbienenpfad“ in Vogtsburg-Oberrotweil können Familien diese Vielfalt näher kennenlernen. Holzbiene Wanda lädt dazu ein, die informativen Stationen entlang des Rundwegs zu entdecken. Dabei geht es um die Lebensräume und Besonderheiten der Tiere und darum, wie auch im eigenen Garten ein Zuhause für Wildbienen geschaffen werden kann. Weitere Informationen gibt es unter www.naturgarten-kaiserstuhl.de.

Wendelin ist ein Wiedehopf und hat viel zu tun. Er lebt in den Weinbergen, nistet in Rebhäuschen, sucht mit seinem langen spitzen Schnabel Maulwurfsgrillen, verteidigt sich gegen einen Marder und erschreckt sich, als der Sperber aus dem Gebüsch des Hohlwegs herausfliegt. Kinder und Familien erwartet auf dem „Wendelin-Wiedehopf-Pfad“ in Ihringen auf 3,4 Kilometern eine Schatzsuche zu den Hohlwegen und Lößkellern in den Weinbergen. Dabei gibt es Rätsel zu lösen und einiges zu fühlen, zu hören und zu entdecken. Weitere Informationen gibt es unter www.naturgarten-kaiserstuhl.de.

Der „Prechtäler Bienenweg“ führt zu Kräuterwiesen mit Bienen, Schmetterlingen und Grashüpfern. Unterwegs geben Infotafeln und eine Sinnesstation Einblicke in die Welt der Wild- und Honigbienen und deren Bedeutung für den Artenreichtum von Wiesen und Obstbäumen. Die 13,2 Kilometer lange Rundtour führt zunächst am Ufer der Elz entlang und später durch das weit offene Prechtal. Weitere Informationen gibt es unter www.zweitaelerland.de.

Berührungsintensiv ist der „Ziegenpfad“ in Forbach-Bermersbach im Murgtal. Entlang eines kleinen Baches schlängelt sich der etwa fünf Kilometer lange Pfad zwischen alten Heuhütten direkt durch eine Ziegenweide. Die Tiere kommen zu den Wanderern, warten auf Blätter und lassen sich gerne streicheln. Weitere Informationen gibt es unter www.murgtal.org.

Auf dem „Wolfspfad“ gehen Kinder und Erwachsene gemeinsam mit Maskottchen „Lupus“ auf eine Entdeckungsreise rund um das Leben der Wölfe. Gemeinsam kann erlebt werden, welche Gefahren den Tieren bei ihrer Reise in den Schwarzwald drohen, wie der Wolf in Märchen dargestellt wird und wie man sich leise wie ein Wolf anschleichen kann. Der „Wolfspfad“ liegt bei Strittberg südlich von Höchenschwand, ist etwa vier Kilometer lang und verläuft hauptsächlich auf naturnahen Pfaden und Wegen durch den Wald. Weitere Informationen gibt es unter www.hoechenschwand-tourismus.de.

Der „Insektenpfad“ in Bad Bellingen am Westrand der Ferienregion Schwarzwald ist ein zweisprachiger Naturerlebnispfad auf Deutsch und Französisch. Er richtet sich an Kinder und Familien und bringt ihnen die Welt der Insekten und anderer Kleintiere näher. An den verschiedenen Stationen wird jeweils ein Tier stellvertretend für eine ganze Tiergruppe vorgestellt. Weitere Informationen gibt es unter www.bad-bellingen.de.

Auf dem „Dachsweg“ ist die Mithilfe kleiner Entdecker gefragt. Dachs Grimli hat ein Problem, denn in seinen Dachsbau ist ein Wagenrad eingebrochen. Auf dem 3,5 Kilometer langen Erlebnispfad in Dachsberg lernen Kinder die Stärken und Fähigkeiten von Grimlis Freunden kennen. Weitere Informationen gibt es unter www.dachsweg.com.

Der „Spechtpfad“ führt auf 1,2 Kilometern durch unterschiedliche Lebensräume des Nationalparks Schwarzwald. Auf dem barrierearmen Bohlenweg lassen sich offene Grindeflächen, Fichtenbestände, totholzreiche Strukturen und junger Wald erleben. Zudem können Besucher fünf im Nationalpark lebende Spechtarten kennenlernen. Weitere Informationen gibt es unter www.nationalpark-schwarzwald.de.

Auf dem „Wildkatzen-Walderlebnis-Pfad“ in Bad Herrenalb begeben sich Kinder auf die Spuren der leisen Raubtiere. Den scheuen Wildkatzen im Wald zu begegnen, ist zwar unwahrscheinlich, Mut ist auf dem sechs Kilometer langen Rundweg im Oberen Gaistal aber dennoch gefragt. An zehn Stationen erfahren Kinder Wissenswertes über die Wildkatze und ihren Lebensraum. Weitere Informationen gibt es unter www.badherrenalb.de.

Warum Fledermäuse Flugakrobaten der Lüfte sind, macht der Fledermauspfad in Neubulach deutlich. Vom Startpunkt Hella-Glück-Stollen geht es auf 1,2 Kilometern durch das Zipfelbachtal, vorbei an Bildtafeln zum Leben der Fledermäuse. Der Rundweg ist nicht für Kinderwagen geeignet. Weitere Informationen gibt es unter www.teinachtal.de.

Vor einem Panorama im Biosphärengebiet Schwarzwald führt der Gersbacher Erlebnisweg bei Schopfheim durch kurze Waldstücke und über sonnige Wiesen. Auf der 4,8 Kilometer langen Strecke warten zwölf Stationen mit aus Holz geschnitzten Tieren. Aus dem ursprünglich reinen „Rinderlehrpfad“ ist so der Gersbacher Erlebnisweg entstanden. Weitere Informationen gibt es unter www.biosphaerengebiet-schwarzwald.de.

Ein Jahrhundert lang waren die Lachse aus der Murg verschwunden. Der „Lachserlebnispfad“ im Murgtal macht auf rund 15 Kilometern zwischen Baiersbronn und Rastatt die Rückkehr des Atlantischen Lachses und die ökologische Erneuerung der Murg erlebbar. In vier Routen zeigt der Weg, wie aus einem ehemals stark belasteten Fluss Schritt für Schritt wieder ein Lebensraum für Lachse und viele weitere Fischarten geworden ist. Weitere Informationen gibt es unter www.lachserlebnis-murg.de.

Auch geführte Wanderungen mit Tieren gehören zu den Angeboten im Schwarzwald. Am Kaiserstuhl können Familien mit Guide Monika Schmidlin und mehreren Ziegen durch die Natur gehen. Auf dem Haberjockelshof in Titisee-Neustadt starten Familien zu Wanderungen mit Alpakas. Auch in Höchenschwand und im Kleinen Wiesental werden Alpaka- und Lama-Touren angeboten. In Blumberg-Riedböhringen sind Alpaka-Touren mit Schnitzeljagd für Kindergeburtstage möglich.

Mit Lamas können Gruppen vom Ruhbauernhof in Kirchzarten zu einer Runde durch das Dreisamtal starten. Auch in Biederbach im ZweiTälerLand gibt es Lama-Begegnungen. Esel-Touren werden in Grüntal bei Freudenstadt sowie im Zastlertal bei Oberried angeboten. Im Hochschwarzwald können Familien außerdem Pferdekutschfahrten erleben; bei passender Schneelage werden daraus im Winter Schlittenfahrten.

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