Freiburg startet Solarsommer mit Veranstaltungen, Beratung und Schulprojekten
Mit einem Solarsommer will Freiburg den Ausbau der Photovoltaik beschleunigen. Bis Ende Oktober sind zahlreiche Aktionen, Workshops und Beratungsangebote geplant.
Freiburg setzt im Sommer einen Schwerpunkt auf Solarenergie. Mit einem Solarsommer will die Stadt den Ausbau von Photovoltaik auf Dächern voranbringen und zugleich Bürger, Unternehmen und Schulen für das Thema gewinnen.
Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit stellte den Auftakt am Montagvormittag bei einer Pressekonferenz vor. Sie verwies auf Freiburgs lange Tradition als Solarstadt und auf frühere Impulse wie den Solarpfennig aus den 1990er Jahren. An diese Rolle wolle die Stadt wieder anknüpfen, sagte Buchheit. Der Solarsommer solle die Solaroffensive beschleunigen.
Im Mittelpunkt steht ein breites Programm mit Veranstaltungen, Mitmachaktionen und Workshops bis Ende Oktober. Ein mobiles Info- und Mitmachfahrzeug namens Solarmobil ist dabei auf verschiedenen Terminen unterwegs. Unabhängige Fachleute beraten dort zu Photovoltaik, Fördermöglichkeiten und den ersten Schritten zur eigenen Anlage. Nach Angaben der Stadt geht es dabei nicht nur um Module auf dem Dach, sondern auch um Speicher, Wallboxen und die Einbindung von Wärmepumpen.
Auch Schulen sollen stärker eingebunden werden. Geplant sind Fortbildungen für Lehrer, damit Solarenergie im Unterricht besser verankert werden kann. Bei einer Auto-Solarrallye bauen Schüler in Teams eigene Solarautos aus Modulen, Motoren und Zahnrädern. Ergänzend gibt es Schulworkshops zu möglichen Berufsperspektiven in der Solarbranche.
Darüber hinaus sind öffentliche Mitmachformate vorgesehen, darunter Radtouren, Spaziergänge, Infostände und DIY-Workshops. Dort können Erwachsene und Jugendliche unter anderem lernen, kleine Balkonkraftwerke selbst zu bauen. Ein Kalender auf der städtischen Internetseite bündelt die Termine.
Die Stadt verbindet den Solarsommer mit ihren Klimazielen. Bis 2030 soll sich die Stromerzeugung aus Photovoltaik im Vergleich zu 2020 verfünffachen. Nach Angaben der Stadt bedeutet das einen Anstieg von derzeit 96 auf 280 Gigawattstunden. Freiburg verweist dabei auch auf gute Voraussetzungen: Mit knapp 2.700 Sonnenstunden im Jahr zählt die Stadt zu den sonnigsten in Deutschland.
Im Rahmen der Pressekonferenz erhielt außerdem der Tierschutzverein Freiburg im Breisgau e.V. einen Zuschuss für eine im Bau befindliche Photovoltaikanlage. Die Stadt sieht darin ein Beispiel dafür, wie Klimaschutz, Ressourcenschonung und lokales Engagement zusammenwirken können.
Veranstaltet wird der Solarsommer gemeinsam mit der Energieagentur Regio Freiburg sowie den Vereinen fesa e.V., Solare Zukunft e.V. und Balkon.Solar e.V.. Interessierte können sich mit eigenen Ideen und Beiträgen beim Umweltschutzamt der Stadt Freiburg melden.