Leslie Suganandarajah wird neuer Generalmusikdirektor am Theater Freiburg

[FREIBURG]

Leslie Suganandarajah wird neuer Generalmusikdirektor am Theater Freiburg. Er tritt sein Amt zum 1. September 2027 an und folgt damit auf André de Ridder. In einem mehrstufigen Auswahlprozess setzte sich Suganandarajah gegen insgesamt 129 Bewerber durch.

„Wir freuen uns, dass wir Leslie Suganandarajah als neuen Generalmusikdirektor für das Freiburger Theater gewinnen konnten. Überzeugt hat Suganandarajah die Auswahlkommission als Künstlerpersönlichkeit mit einer präzisen Technik und genauen Arbeitsweise mit dem Philharmonischen Orchester, mit dem Ensemble und dem Chor. Wir sind überzeugt, dass er in der Nachfolge von André de Ridder den fruchtbaren und kreativen Dialog mit den unterschiedlichsten Akteuren der Musikstadt Freiburg fortführen wird“, sagt Kulturbürgermeister Roland Meder.

Auch Intendant Felix Rothenhäusler sieht in Suganandarajah einen starken künstlerischen Partner für das Theater Freiburg. „Mit Leslie Suganandarajah gewinnen wir einen starken künstlerischen Partner für unser Haus, der gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg immer wieder neue musikalische Räume erschließen wird. Er verbindet ein facettenreiches Repertoire mit einem differenzierten Verständnis unterschiedlicher Aufführungspraxen und einer großen Offenheit für verschiedene künstlerische Zugänge. Seine präzise und konzentrierte Arbeitsweise passt perfekt zu einem Mehrspartenhaus wie dem Theater Freiburg, das künstlerische Zusammenarbeit und interdisziplinäres Denken konsequent lebt. Wir freuen uns außerordentlich auf die gemeinsame Arbeit“, so Rothenhäusler.

Leslie Suganandarajah wurde 1983 in Colombuthurai in Sri Lanka geboren, zog als Zweijähriger mit seiner Familie nach Deutschland und wuchs in Hannover auf. Während der Schulzeit lernte er Klavier, Querflöte und Orgel. 2002 begann er sein Musikstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, zwei Jahre später wechselte er nach Lübeck. Dort studierte er Klavier bei Jacques Ammon sowie Dirigieren bei Gerd Müller-Lorenz. Sein Dirigierstudium schloss er bei Nicolas Pasquet, Anthony Bramall und Gunter Kahlert ab.

2011 wurde Suganandarajah in das Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats aufgenommen und erhielt das Hermann-Hildebrandt-Stipendium für junge Dirigenten. In der Spielzeit 2014/15 führte ihn dies als Assistenzdirigent von Michael Sanderling zur Dresdner Philharmonie. Seine erste feste Anstellung trat er zur Spielzeit 2012/13 als Kapellmeister am Theater Koblenz an. 2017 wechselte er in gleicher Funktion an das Landestheater Linz, 2019 wurde er an das Salzburger Landestheater berufen, wo er seither als Musikdirektor wirkt.

Suganandarajah verfügt über vielseitige Erfahrungen mit verschiedenen Orchestern und Häusern, sowohl im Bereich des symphonischen Konzerts als auch in der Oper. Seine Vertrautheit mit klassischem Repertoire zeichnet ihn ebenso aus wie sein Interesse an Werken von Komponisten, die bislang weniger häufig aufgeführt werden.

In Salzburg stellte er sich mit einer Neuproduktion von Wagners „Lohengrin“ vor. Es folgten unter anderem Verdis „Aida“, Bizets „Les pêcheurs de perles“, Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ sowie Stuart Macraes „Anthropocene“. In der Saison 2025/26 dirigiert er außerdem Neuproduktionen von Wagners „Der fliegende Holländer“, Tschaikowskis „Eugen Onegin“ sowie Vivan und Ketan Bhattis „Berlin Alexanderplatz“. Zudem gibt er sein Debüt an der Volksoper Wien mit J. Strauß/M. Eisenreichs „Aschenbrödels Traum“. Im Sommer 2024 war er bei den Eutiner Festspielen zu Gast und leitete Carl Maria von Webers „Der Freischütz“.

Auch im symphonischen Repertoire ist Suganandarajah zu Hause. Für die Spielzeiten 2026/27 und 2027/28 wurde er als Chefdirigent der Konzertsparte am Oldenburgischen Staatstheater ernannt. Zu seinen jüngsten und bevorstehenden Gastauftritten zählen Engagements beim Bruckner Orchester Linz, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Norwegischen Rundfunkorchester, dem National Symphony Orchestra of Ireland, dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Ulster Orchestra, den London Mozart Players, der Calgary Philharmonic sowie dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra.

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