Universität Freiburg wählt Prorektorinnen und Gleichstellungsbeauftragte

[FREIBURG]

Der Senat der Universität Freiburg hat am Mittwoch, 20. Mai 2026, zwei nebenamtliche Prorektorinnen sowie eine neue Gleichstellungsbeauftragte gewählt. Prof. Dr. Melanie Arndt wurde als Prorektorin für Internationalisierung und Nachhaltigkeit im Amt bestätigt. Neu gewählt wurde Prof. Dr. Andrea Kiesel als Prorektorin für Universitätskultur. Beide treten ihr Amt am 1. Oktober 2026 an. Dr. Kristin Steger wurde zur neuen Gleichstellungsbeauftragten gewählt. Ihre Amtszeit beginnt am 1. November 2026.

Rektorin Prof. Dr. Kerstin Krieglstein dankte Prof. Dr. Sylvia Paletschek und Prof. Dr. Melanie Arndt für ihr Engagement und gratulierte Andrea Kiesel, Melanie Arndt und Kristin Steger zur Wahl. Die Prorektorate für Universitätskultur sowie für Internationalisierung und Nachhaltigkeit seien wesentliche Handlungsfelder der gesamtstrategischen Zukunftsagenda „Universität Freiburg 2040“, erklärte Krieglstein. Zugleich dankte sie der bisherigen Gleichstellungsbeauftragten Regina Herzog für ihren Einsatz.

Die nebenamtlichen Prorektorinnen werden vom Senat auf Vorschlag der Rektorin aus dem Kreis der hauptamtlichen Professoren der Universität Freiburg gewählt. Voraussetzung ist die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder des Senats. Die reguläre Amtszeit beträgt drei Jahre, endet nach den rechtlichen Vorgaben jedoch immer mit der Amtszeit des Rektors oder der Rektorin.

Andrea Kiesel ist seit 2015 Professorin für Allgemeine Psychologie an der Universität Freiburg. Ihre Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Handlungskontrolle, Multitasking, Mensch-Maschine-Interaktion und Nachhaltigkeit. Sie arbeitet in Forschungsverbünden wie dem Exzellenzcluster Living Materials Systems und engagiert sich in verschiedenen Funktionen für Gleichstellung, Diversität und die Förderung von Wissenschaftlern in frühen Karrierephasen.

„Mit großer Freude übernehme ich die Aufgaben von Sylvia Paletschek als Prorektorin für Universitätskultur. In ihren beiden Amtszeiten hat sie beeindruckende Veränderungen angestoßen, auf die ich gerne aufbaue. Mein Ziel ist eine vielfältige und chancengerechte Universität, die gesellschaftliche Impulse setzt“, sagt Kiesel.

Sylvia Paletschek hat in ihren beiden Amtszeiten zahlreiche gesamtuniversitäre Strategieprojekte angestoßen. Dazu zählen das neue Leitbild der Universität Freiburg, der Aufbau der Abteilung Gleichstellung, Diversität und akademische Personalentwicklung sowie der Gleichstellungsplan 2024 bis 2028. Außerdem richtete sie mit „protect“ eine Anlaufstelle bei Diskriminierung und Machtmissbrauch an der Universität Freiburg ein. Das Ende ihrer zweiten Amtszeit als Prorektorin für Universitätskultur fällt mit ihrer Pensionierung zusammen.

Melanie Arndt, Professorin für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, hatte das Prorektorat für Internationalisierung und Nachhaltigkeit im April 2024 übernommen. Zu den Meilensteinen ihrer ersten Amtszeit zählt sie unter anderem den Ausbau strategischer globaler Partnerschaften, insbesondere mit der University of Ghana, die Verabschiedung einer Internationalisierungsstrategie, die Konsolidierung des Innovationscampus Nachhaltigkeit sowie die Schaffung einer Abteilung Nachhaltigkeit.

Für ihre zweite Amtszeit plant Arndt, begonnene Projekte fortzuführen und insbesondere die Maßnahmen der „Internationalisierungsstrategie 2030“ zu konkretisieren und umzusetzen. Zudem soll der „Nachhaltigkeitskompass“ in eine tragfähige Strategie überführt werden. „Mein Ziel ist es, die Universität Freiburg weiterhin als international vernetzte Universität gemeinsam mit unseren Partnern weltweit voranzubringen“, sagt Arndt.

Zur neuen Gleichstellungsbeauftragten wurde Dr. Kristin Steger gewählt. Sie folgt auf Dr. Regina Herzog, die nach acht Jahren Amtszeit in den Ruhestand geht. Steger ist seit 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg. Dort ist sie seit 2023 auch Gleichstellungsbeauftragte.

„Gleichstellung stärkt unsere Demokratie. Ich freue mich darauf, Chancengleichheit weiterhin in unseren Strukturen und im universitären Miteinander zu fördern“, sagt Steger.

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