Glöcklehof-Kapelle öffnet ihre Türen
Foto: Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen
Wer die Architektur und die Wandfresken der Glöcklehof-Kapelle in Bad Krozingen erleben möchte, hat dazu in den kommenden Wochen mehrere Gelegenheiten. Am Sonnabend, 4. Juli 2026, dem St.-Ulrichstag, findet in der Kapelle traditionell ein feierlicher Gottesdienst statt.
Am Dienstag, 14. Juli 2026, lädt der Architekt Felix Ruch von 16 bis 18 Uhr zu einer fachkundigen Führung ein. Dabei informiert er vor Ort über die Geschichte und die baulichen Besonderheiten der Kapelle.
Die Glöcklehof-Kapelle gilt als ältestes Gebäude Bad Krozingens. Sie war Bestandteil des daneben liegenden St. Ulrichhofes. Bau und Fresken gehen auf die Zeit um das Jahr 1000 zurück. Entdeckt wurde das Kleinod im Jahr 1936 von einem Kurgast. Die kunstvollen Wandmalereien könnten von Künstlern und Buchmalern der Insel Reichenau stammen.
Die Kapelle ist aus Lese- und Bruchsteinen gemauert, wie sie in der Vorbergzone des Schwarzwaldes zu finden sind. Charakteristisch sind die buckligen und schiefen Wände sowie die hoch oben liegenden kleinen Fenster. Die Malerei an der Wand über dem Altar erzählt das Martyrium von Johannes dem Täufer. In der Mitte thront, umgeben von einem kreisrunden Medaillon, Christus als Weltenrichter. Nach Angaben der Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen handelt es sich dabei um die älteste Christusdarstellung nördlich der Alpen.
Treffpunkt für die Führung ist direkt an der Glöcklehof-Kapelle, Staufener Straße 74. Wegen einer Baustelle in der Nachbarschaft erfolgt der barrierefreie Zugang über die Straße Am Ulrichhof.
Weitere Führungen sind jeweils dienstags am 11. August und 8. September 2026 geplant.