Grüne fordern kurzfristige Hitzeschutzmaßnahmen für besonders belastete Gruppen
Die Grünen im Freiburger Gemeinderat fordern zusätzliche kurzfristige Maßnahmen zum Schutz besonders hitzegefährdeter Menschen. Dazu zählen nach Angaben der Fraktion unter anderem Senioren, Schwangere, Menschen mit Behinderung und Wohnungslose.
Ergänzend zu den bereits vorgeschlagenen Hitzeschutzmaßnahmen an Kitas und Schulen sollen öffentliche Räume nach dem Willen der Grünen stärker als sogenannte Kühloasen genutzt werden. Denkbar seien dabei auch Kooperationen mit Kirchen sowie Akteuren aus Handel und Gastronomie.
„Wir schlagen vor, kühle öffentliche Räume stärker als Kühloasen zum Schutz vor Hitze zu nutzen“, erklärt der sozialpolitische Sprecher der Fraktion, Hannes Wagner.
Ein weiteres Anliegen ist die Funktionsfähigkeit des Trinkwasserbrunnennetzes. Der Zugang zu Trinkwasser müsse auch im öffentlichen Raum gewährleistet sein, betont Wagner. Falls erforderlich, sollten dafür kurzfristig zusätzliche Kapazitäten im Garten- und Tiefbauamt geschaffen werden.
Darüber hinaus regen die Grünen an, den Einsatz von Wasservernebelungsanlagen auf öffentlichen Plätzen auszuweiten. Solche Kühlungspunkte gibt es nach Angaben der Fraktion bereits im Colombipark. Weitere Standorte sollten geprüft und dort umgesetzt werden, wo dies möglich ist.
Auch die Informationsangebote zum Hitzeschutz sollen nach Ansicht der Grünen ausgebaut werden. Die „Kühle Karte“, die geeignete Rückzugsorte bei hohen Temperaturen zeigt, müsse insbesondere bei besonders belasteten Gruppen bekannter gemacht werden. Dafür schlägt die Fraktion niedrigschwellige Informationsangebote und die Nutzung städtischer Werbeflächen vor.