H2 Forum 2026 nimmt Wasserstoff-Ausbau im Südwesten in den Blick

[REGION]

Wie Deutschland und insbesondere der Südwesten beim Ausbau der Wasserstoffwirtschaft international wettbewerbsfähig bleiben können, steht im Mittelpunkt des H2 Forums am Mittwoch, 14. Oktober, in Konstanz. Veranstaltet wird das Forum von den Klimapartnern Südbaden sowie den Industrie- und Handelskammern Hochrhein-Bodensee, Südlicher Oberrhein und Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Nach Angaben der Veranstalter wächst der weltweite Wasserstoffmarkt stetig. Vor allem China treibe den Ausbau von Produktionskapazitäten und Anwendungen mit hohem Tempo voran. In Deutschland und Europa bremsten dagegen hohe Kosten, strenge Regulierungen und fehlende Investitionssicherheit die Entwicklung. Hinzu komme eine Lücke zwischen den Produktionskosten von Wasserstoff und der Zahlungsbereitschaft vieler Abnehmer.

„Nach Photovoltaik und Batterietechnik drohen wir eine weitere Zukunftstechnologie an China zu verlieren. Jetzt brauchen wir Rahmenbedingungen, die Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen“, erklärt Prof. Dr. Katrin Klodt-Bußmann, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hochrhein-Bodensee.

In Südbaden gibt es nach Angaben der Veranstalter bereits mehrere Projekte. Badenova Netze baut entlang der Schweizer Grenze die Wasserstoffinfrastruktur für industrielle Anwendungen im Dreiländereck aus. In Freiburg setzt die ASF GmbH wasserstoffbetriebene Müllfahrzeuge ein. Unternehmen wie die RMA Rheinau GmbH in Kehl und die fischer Edelstahlrohre GmbH in Achern investieren mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg in Elektrolyseanlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff.

Das H2 Forum soll strategische Fragen mit praktischen Beispielen aus Unternehmen verbinden. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, der Ausbau der Infrastruktur und mögliche Finanzierungsmodelle. Geplant sind politische Diskussionsrunden, Fachpanels und Workshops.

„Wir brauchen jetzt eine verlässliche Struktur, die Angebot und Nachfrage zusammenführt, Risiken abfedert und Investitionssicherheit schafft. Der Südwesten ist bereit, den Prozess aktiv zu unterstützen“, sagt Dr. Fabian Burggraf, Geschäftsführer der Klimapartner Südbaden.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es unter https://h2forum-2026.converve.io/.

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