Sanierung von 80 Grabmalen auf dem Alten Friedhof in Freiburg
Die Sanierung von 80 Grabmalen auf dem Alten Friedhof in Freiburg beginnt im September 2026 und wird mit 139.000 Euro gefördert.
Im September 2026 beginnen die Sanierungsarbeiten an 80 Grabmalen auf dem Alten Friedhof in Herdern. Diese Maßnahme wird mit einer Förderung von 139.000 Euro durch das Landesamt für Denkmalpflege unterstützt.
Der Alte Friedhof in Herdern zählt zu den ältesten noch erhaltenen Friedhöfen in Deutschland. Das Immobilienmanagement Freiburg (IMF) hat sich zum Ziel gesetzt, die 1200 Grabmale des Friedhofs schrittweise zu pflegen und zu sanieren. Im Rahmen der aktuellen Kampagne werden 37 Natursteine, 19 Metall- und drei Holzkreuze bearbeitet. Zudem werden 21 Grabsteine gesichert, die die jährliche Standsicherheitsprüfung nicht bestanden haben.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem großen Kreuz vor der Michaelskapelle, das grundlegend untersucht wird, um eine spätere Restaurierung vorzubereiten. Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten belaufen sich auf etwa 420.000 Euro, wobei der restliche Betrag aus dem städtischen Haushalt stammt.
Der Verein Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs hat zudem mit einer großzügigen Spende von 80.000 Euro zur Erhaltung der Grabsteine beigetragen. Erster Bürgermeister Martin Haag äußerte seinen Dank an das Land Baden-Württemberg und den Förderverein für deren Unterstützung.
Ein neu errichtetes Lapidarium, das 2024 fertiggestellt wurde, wird die Sanierungsarbeiten erheblich erleichtern. Hier können Grabsteine eingelagert werden, was Transport- und Lagerkosten reduziert. Auch die Wintereinhausung des berühmten Marmor-Engels kann dort untergebracht werden. Ab dem Frühjahr 2027 soll dann direkt an den Grabmalen gearbeitet werden, sobald die Temperaturen es zulassen.
Hintergrund der Sanierungsarbeiten ist ein 2018 ins Leben gerufenes Programm, das in Zusammenarbeit mit dem Förderverein die Sanierung aller sanierungsbedürftigen Steine innerhalb von zehn Jahren zum Ziel hat. In den vergangenen Jahren konnten bereits über 160 stark beschädigte Grabsteine instand gesetzt werden.