Grüne fordern Verzicht auf Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag

[FREIBURG]

Die Grünen im Freiburger Gemeinderat fordern Oberbürgermeister Martin Horn auf, für die Beschäftigten der Stadt und der städtischen Gesellschaften auf eine generelle Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag zu verzichten.

Die Fraktionsvorsitzenden Simon Sumbert und Sophie Schwer kritisieren entsprechende Pläne der Bundesregierung. Eine Pflicht zur ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits ab dem ersten Krankheitstag schaffe zusätzliche Bürokratie, belaste Hausarztpraxen und stelle Beschäftigte unter Generalverdacht.

Nach Angaben der Grünen haben Städte wie München und Kiel bereits angekündigt, für ihre Beschäftigten keine generelle Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag einzuführen.

„Auch die Stadt Freiburg versteht sich als moderne und verantwortungsbewusste Arbeitgeberin“, heißt es in dem Schreiben an den Oberbürgermeister. Die Fraktion fordert daher ein öffentliches Bekenntnis zu einer vertrauensvollen Personalpolitik. Ein Verzicht auf die Attestpflicht wäre aus ihrer Sicht ein Signal an die Beschäftigten, andere kommunale Arbeitgeber und die Bundesregierung.

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