Rathausführung gibt Menschen mit Migrationsgeschichte Einblicke in die Verwaltung

[WALDKIRCH]

Was mit dem Abwasser passiert, wer im Büro des Oberbürgermeisters arbeitet oder welche Aufgaben der Personalrat hat, ist für viele Menschen nicht auf den ersten Blick erkennbar. Um die Arbeit der Stadtverwaltung verständlicher und greifbarer zu machen, hat die Stadt Waldkirch im Rahmen des Projekts „Blickwechsel“ Menschen mit Migrationsgeschichte zu einer Rathausführung eingeladen.

Von Abwasser bis zum Klimaschutz: eine Stadtverwaltung hat vielfältige Aufgaben.
Stadt Waldkirch

Ziel war es, die Strukturen und Aufgaben der Verwaltung niedrigschwellig, anschaulich und im direkten Austausch zu vermitteln. An insgesamt sechs Stationen lernten die zwölf Teilnehmer verschiedene Bereiche der Stadtverwaltung kennen, darunter die Polizeibehörde, die Baurechtsbehörde und den Eigenbetrieb Abwasser. Die Mitarbeiter stellten ihre Aufgaben vor und gaben Einblicke in ihren Arbeitsalltag. So erläuterte die Stadtkasse etwa, dass sie die Ein- und Auszahlungen der Stadt verwaltet. Auch das Büro des Oberbürgermeisters stellte seine vielfältigen Aufgaben vor, die von Klimaschutz und Wirtschaftsförderung bis hin zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit reichen. Beim Personalrat erfuhren die Teilnehmer, welche Funktion dieses gewählte Gremium innerhalb der Stadtverwaltung übernimmt.

Für die Teilnehmer bot die Führung einen praxisnahen und spannenden Einblick in die Arbeit einer Kommune. Die Vielfalt der Aufgaben und die direkte Begegnung mit den Beschäftigten sorgten für großes Interesse und zahlreiche Nachfragen.

Das Projekt „Blickwechsel“ ist als Austauschprogramm in drei Phasen angelegt. In jeder Phase kommen unterschiedliche Gruppen miteinander ins Gespräch, lernen die Perspektive des anderen kennen und entwickeln so mehr Verständnis füreinander. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Reden übereinander, sondern das Gespräch miteinander. In der ersten Phase tauschten sich Geflüchtete und politische Vertreter der Stadt Waldkirch aus. In der zweiten Phase begegnen sich nun Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Menschen mit Migrationsgeschichte. Gefördert wird „Blickwechsel“ vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“.

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