Erster Abschnitt des RS6 in Freiburg ist fertig
Im Stadtteil Neuburg ist der erste Abschnitt des Radschnellwegs RS6 freigegeben. Die Stadt setzt dabei auf neue Markierungen, sichere Kreuzungen und mehr Grün.
Der erste Abschnitt des Radschnellwegs RS6 in Freiburg ist fertig. Auf rund 500 Metern im Stadtteil Neuburg zeigt sich nun, wie die künftige Verbindung für den Radverkehr zwischen Freiburg, Waldkirch und Emmendingen aussehen soll.
Der Abschnitt ist als Fahrradstraße mit dem Zusatzschild „Kfz frei“ ausgewiesen. Autos dürfen dort also weiterhin fahren, haben aber nicht mehr Vorrang. Auffällig sind vor allem die grünen Markierungen: Nach jeder Einmündung wurden Radschnellwegpiktogramme aufgebracht, dazu kommt eine grüne Begleitlinie, die den Verlauf der Strecke künftig bis nach Waldkirch und Emmendingen sichtbar machen soll.
Ein weiteres Element ist der gepflasterte Mittelstreifen in der Stadtstraße. Er soll die Fahrbahn optisch schmaler wirken lassen und damit dazu beitragen, dass Autofahrer langsamer fahren und Radfahrende mit mehr Abstand überholt werden. Nach Angaben der Stadt ist diese Lösung vor allem dort wichtig, wo auch Busse der Linie 27 unterwegs sind und sich begegnen müssen.
Auch an den Kreuzungen wurden Änderungen vorgenommen. An den Einmündungen der Ludwig-, Hochmeister-, Hansa- und Starkenstraße gibt es sogenannte Gehwegüberfahrten. Dabei führt der Gehweg in Höhe und Material über die Nebenstraße hinweg. Wer aus einer Nebenstraße kommt, muss den Gehweg über eine Rampe queren. Die Stadt erwartet dadurch mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie langsamere Abbiegemanöver für Autofahrer.
Für Fußgänger sind auf dem Abschnitt sechs barrierefreie Querungsstellen entstanden. Dazu zählt eine Mittelinsel am Stadtgarten sowie ein neuer Zebrastreifen auf Höhe der Starkenstraße, der auch den Weg zur barrierefrei ausgebauten Bushaltestelle erleichtert.
Berücksichtigt wurde nach Angaben der Stadt auch die Klimaanpassung. Es wurden vier neue Baumquartiere angelegt, die im Herbst bepflanzt werden sollen. Zudem hat das Garten- und Tiefbauamt 200 Quadratmeter Fläche entsiegelt und bestehende Baumbeete vergrößert oder miteinander verbunden, damit Regenwasser besser versickern kann und die Bäume in heißen Sommermonaten mehr Platz haben.
Die Bauarbeiten am RS6 sollen in der zweiten Junihälfte 2026 weitergehen. Dann ist der Bereich westlich des Stadtgartens an der Reihe.