Grüne regen längere Freibad-Öffnungszeiten an Hitzetagen an

[FREIBURG]

Die Grünen im Freiburger Gemeinderat regen angesichts der aktuellen Hitzewelle an, längere Öffnungszeiten der Freibäder an besonders heißen Tagen zu prüfen. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Martin Horn schlagen Karim Saleh, Katharina Mohrmann, Bärbel Schäfer und Passar Bamerni vor, die Bäder an solchen Tagen beispielsweise bis 22 Uhr geöffnet zu lassen.

Nach Ansicht der Gemeinderatsmitglieder stellen die extremen Temperaturen für alle Freiburger und insbesondere für vulnerable Gruppen ein gesundheitliches Risiko dar. Die städtischen Freibäder seien in diesen Phasen wichtige Rückzugsorte und böten Kühlmöglichkeiten. Dies gelte vor allem für Menschen, die keinen Zugang zu kühlen oder klimatisierten Räumen hätten.

Hier für den täglichen Newsletter anmelden

Ergänzend schlagen die Grünen vor, den ermäßigten Abendtarif während einer möglichen Verlängerung auf die gesamte zusätzliche Öffnungszeit auszuweiten. Dadurch könnten Menschen auch später in den Abendstunden Abkühlung erhalten. Gerade weil viele bei sehr hohen Temperaturen nachmittags in Innenräumen blieben, um die Hitze zu vermeiden, seien längere Öffnungszeiten sinnvoll.

Als Beispiele verweisen die Unterzeichner auf Städte wie Siegen, Innsbruck und Salzburg, in denen entsprechende Maßnahmen bereits angewandt würden. Um den organisatorischen Aufwand zu begrenzen, schlagen die Grünen vor, eine solche Regelung zunächst nur an Tagen anzuwenden, an denen der Deutsche Wetterdienst mindestens Hitzewarnstufe 1 ausruft.

Zur Deckung möglicher personeller Bedarfe regen die Gemeinderatsmitglieder außerdem Gespräche mit Schwimmsportvereinen an. Dabei solle geprüft werden, ob diese gegebenenfalls an Randzeiten personell unterstützen könnten. In kleineren Kommunen sei die Zusammenarbeit zwischen Kommune und ehrenamtlichen Vereinen zur Sicherstellung des Badebetriebs bereits gängige Praxis.

Der Aufwand sei aus Sicht der Grünen im Zusammenhang mit der aktuellen Gefährdungslage zu rechtfertigen.

Download als PDF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert