Nachtfahrverbot für Mähroboter zum Schutz von Igeln geplant

Die Stadt Freiburg plant ein Nachtfahrverbot für Mähroboter, um Igel und andere nachtaktive Kleintiere zu schützen. Der Gemeinderat wird darüber beraten.

[FREIBURG IM BREISGAU]

Die Stadt Freiburg plant ein Nachtfahrverbot für Mähroboter, um Igel und andere nachtaktive Kleintiere zu schützen. Die Maßnahme soll verhindern, dass diese Geräte während der Dämmerung und in der Nacht aktiv sind, wenn die Tiere besonders gefährdet sind.

Mähroboter sind zwar praktische Helfer im Garten, können jedoch für Kleintiere, insbesondere für Igel, gefährlich werden. Diese Tiere sind vor allem in der Dämmerung und bei Dunkelheit unterwegs und stellen sich bei Gefahr nicht in Bewegung, sondern rollen sich ein. Auch andere Tiere wie Frösche und Kröten sind durch die Geräte bedroht, da die meisten Mähroboter nicht über eine Sensorik verfügen, die die Tiere erkennt.

Das geplante Nachtfahrverbot soll sich nach den Zeiten richten, in denen Igel aktiv sind: eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang in den Monaten März bis November. Diese Regelung wurde bereits in mehreren Städten bundesweit umgesetzt.

Die Verwaltung hat eine Drucksache zu diesem Thema erarbeitet, die in den kommenden Wochen in verschiedenen Ausschüssen des Gemeinderats vorgestellt wird. Die Beratungen finden am Montag, 6. Juli 2026, im Haupt- und Finanzausschuss, am Dienstag, 7. Juli 2026, im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz sowie am Dienstag, 14. Juli 2026, im Gemeinderat statt.

Der Igel ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. In den letzten 30 Jahren hat sich sein Bestand nahezu halbiert, und seit 2024 gilt er als „potenziell gefährdet“. Intensive Landwirtschaft und das Insektensterben setzen den Tieren zu. Gärten bieten jedoch oft gute Lebensbedingungen für Igel, was die Stadt zu einem geeigneten Rückzugsort für die Tiere macht.

Zusätzlich zur geplanten Regelung können Gartenbesitzer zur Verbesserung des Lebensraums von Igeln beitragen, indem sie artenreiche Wiesen, Totholzecken oder Laub- und Reisighaufen anlegen. Kleine Durchlässe in Zäunen können den Tieren helfen, von Garten zu Garten zu wandern. Das Umweltschutzamt der Stadt bietet über das Förderprogramm „Artenschutz in der Stadt“ Unterstützung und Beratung für naturnähere Gärten an: https://www.freiburg.de/artenschutz-programm.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Freiburg im Breisgau

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